Baselworld, die Messe für Uhren und Schmuck, hat in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Ipsos Frankreich den Trendreport veröffentlicht. Gemäss dieser Studie hat sich in den letzten Jahren der Luxusmarkt stark verändert und ist seit dem Jahr 2001 gekennzeichnet durch einen zunehmend harten Wettbewerb und durch ein stark verändertes Kaufverhalten der Konsumenten. Dies weist auf eine Phase mit stärkeren Marken und eine Abkehr vom Verkauf von non-branded Produkten in lokalen Warenhäusern hin.
Der Trendreport weist darauf hin, dass es zu Veränderungen der Produktequalität kommen und dass die Zahl der Produktereihen abnehmen wird. Die Marken werden zunehmend zu ihren traditionellen Wurzeln -- Exklusivität und Prestige -- zurückkehren, die vor den 80-er Jahren Markenprodukte auszeichneten. Trotz der Rückkehr zu den grundlegenden Werten werden die Marken weiterhin innovativ sein müssen.
"Die Neuerungen werden jedoch nicht zu radikal oder zu häufig sein, wie dies in den letzten Jahren der Fall war", betont Stéphane Truchi, Managing Director von Ipsos Frankreich. "Statt dessen werden die Markenwerte mehr Bedeutung erlangen, und am oberen Ende des Spektrums werden Neuerungen die Funktionalität der Produkte erhöhen.
Weiter zeigt der Trendreport ein verändertes Kaufverhalten im Luxussektor auf, das auf den erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Wandel, insbesondere seit den 80-er Jahren, zurückzuführen sei. Seitens der Konsumenten wünschen sich die Superreichen eher gewagtere Stücke, während sich die traditionelle Elite an massgeschneiderte Objekte hält und die Bereitschaft des Mittelstandes zum spontanen Geldausgeben abgenommen hat.