Suchmaschinen zentrale Anlaufstelle im Netz

Studie - Nach der E-Mail-Funktion zweithäufigster Nutzungszweck des Internets.

Der Einsatz einer Suchmaschine zur Informationsbeschaffung ist gleich nach der Email-Funktion der zweithäufigste Nutzungszweck des Internets. 85 Prozent aller Internet-Anwender in der Schweiz geben an, ab und zu bis häufig Internet-Suchmaschinen zu verwenden (Quelle: MA Comis 2004). Damit werden Suchmaschinen zu einer zentralen Anlaufstelle im Netz und nehmen in der schnellen Beschaffung von Informationen eine wichtige Position ein.

Internet im Beschaffungswesen Schweizer Unternehmen

Neben dem Gebrauch von Suchmaschinen im privaten Bereich werden diese auch im ge-schäftlichen Umfeld immer mehr zu einem wichtigen alltäglichen Arbeitsinstrument. Die In-formationsgewinnung über das WWW ist im geschäftlichen Umfeld sogar der häufigste Interneteinsatz. Eine zentrale Funktion nimmt dabei die Informationssuche im Bereich der Be-schaffung ein. Für die Online-Einkäufer erhalten Internet Suchmaschinen eine bedeutende Funktion als "Einkaufswerkzeug":

Eine Erhebung der Netzwoche und der Universität Bern zeigt, dass neben der Kommunikation mit den Lieferanten, die Beschaffung von Produktinformationen für die Online-Einkäufer die bedeutendste Nutzungsform des Internets ist. Gemäss einer Studie des Staatssekretariates für Wirtschaft über die Internetnutzung von Schweizer KMU kommt das Netz bei rund einem Drittel aller Schweizer KMU bei der Be-schaffung von Produkten und Dienstleistungen zum Einsatz.

Im Netzreport 1 (2001), in welchem auch Daten von grösseren Unternehmen erhoben werden, zeigt sich, dass fast 40 Prozent aller Schweizer Unternehmen online einkaufen. Ein Jahr später (Netzreport 2) hat sich dieser Anteil sogar noch um rund 20 Prozent auf 60 Prozent erhöht. Ein Trend, der deutlich macht, wie rasant das Internet im Beschaffungswesen Schweizer Unternehmen an Bedeutung gewinnt.

Online-Beschaffungsvolumen von bis zu 15 Milliarden Franken

Die Onlineeinkäufer beziehen mehr als 10 Prozent des gesamten Einkaufsvolumens über das Internet (Quelle: Netzreport 1). Bereits beschaffen knapp 9 Prozent aller Internetnutzer mehr als die Hälfte des gesamten Einkaufsvolumens (Quelle: seco). Netzreport 2 konnte bereits ein Online- Beschaffungsvolumen von 11 bis 15 Milliarden Franken feststellen, was rund 4 Prozent der Vorleistungen in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung entspricht.

Studien von TNS-Emnid aus dem Jahre 2003 belegen zudem, dass mehr als 70 Prozent aller Einkäuferrecherchen via Internet getätigt werden und die anschliessende Kontaktaufnahme mit dem entsprechenden Lieferanten in fast 80 Prozent aller Geschäftsvorgänge per Telefon erfolgt.

Barrieren der Internetnutzung in der Onlinebeschaffung

Nicht immer ist aber der Interneteinsatz im Beschaffungsbereich erfolgreich: Rund ein Drittel der befragten Unternehmen bemängeln den hohen Suchaufwand nach geeigneten Lieferanten im Netz (Quelle: Netzreport1). Insbesondere im geschäftlichen Umfeld bringt die Informationssuche mit allgemeinen Suchmaschinen wie Google oder Yahoo nicht den gewünschten Erfolg.

Dies, da bei einem Suchvorgang mittels einer solchen Suchmaschine die Ergebnisse nicht inhaltlich, sondern u.a. aufgrund der Häufigkeit, mit der auf diese jeweilige Seite im Web verwiesen worden ist, priorisiert werden. Diese Suchaktionen bringen zwar eine hohe Anzahl von Treffern, sind aber oft unpräzise. Für den Internetanwender entsteht ein grosser Mehraufwand, um die gewünschten Informationen aus den Suchergebnissen herauszufiltern.

Insbesondere im geschäftlichen Umfeld können solche ineffizienten Suchprozesse zu erheblichen Zeitaufwendungen führen und verursachen dadurch beträchtliche Produktivitätsverluste. Eine Studie in den USA kam zum Schluss, dass durch langwierige Suchprozesse im Internet Produktivitätseinbussen von rund 31 Milliarden US Dollar entstehen.

Business-to-Business-Suchmaschinen im Einsatz

Für den geschäftlichen Bereich hat sich in den letzten Jahren ein gesonderter Markt von spezialisierten "Business-to-Business-Suchmaschinen" entwickelt. Wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen B2B-Suchmaschinen und allgemeinen herkömmlichen Suchmaschinen ist die Bereitstellung des Datenmaterials.

B2B-Suchmaschinen basieren auf einer selektierten und qualifizierte Datenauswahl (auch branchenspezifisch) und ermöglichen eine effiziente Informationssuche. Oft greifen sie auf bereits vorselektierte Quellen und Daten zurück. Ist die entsprechende Information gefunden worden, sind die Daten auf einen Blick detailliert verfügbar. Die Suche nach ausgewählten Informationen oder auch Produkten und Dienstleistungen erfolgt dadurch wesentlich schneller, kostengünstiger und ohne unnötige Klicks.