"SuisseID kostet 33 Franken pro Jahr"

QuoVadis - Zertifikatsanbieter holt Gemeinden und mobilezone ins Boot.

Knapp eine Woche vor dem offiziellen Start der SuisseID hat der Zertifizierungsdienstanbieter QuoVadis das Geheimnis um den Preis gelüftet: Die SuisseID wird in ihrer Standardausfertigung 164 Franken kosten. "Da der Bund in diesem Jahr 65 Franken übernimmt und die SuisseID drei Jahre lang gültig ist, fallen nur Kosten von 33 Franken pro Jahr an", sagt QuoVadis-CEO Carl Rosenast im Gespräch mit pressetext.

Mit der Ankündigung kommt QuoVadis der Konkurrentin SwissSign zuvor, die bisher noch keine Angaben zur eigenen SuisseID-Preisgestaltung machte. Inbegriffen sind in diesem Paket neben der Karte auch das Kartenlesegerät und die entsprechende Software. Alternativ kann die SuisseID als USB-Stick bezogen werden. Während für Firmen- und Verbandskunden individuelle Pakete angeboten werden, hofft Rosenast, mit dem genannten Preis auch viele Privatpersonen anzusprechen.

Die Vorteile einer SuisseID

"Anstatt sich auf diversen Online-Portalen und Webshops mit unterschiedlichen Benutzernamen und Passwörtern einloggen zu müssen, wird man sich in Zukunft standardisiert mit der SuisseID ausweisen können", so Rosenast. Profitieren sollen User aber auch von den vorgesehenen E-Government-Services, welche die Kommunikation mit Behörden erleichtern sollen. Neben dem Strafregisterauszug wird man in absehbarer Zeit auch die Steuererklärung für Privatpersonen bzw. die Unterschrift bei Zivilprozessen über die SuisseID elektronisch abwickeln können. Darüber hinaus kann die SuisseID zur Absicherung der E-Mailkommunikation verwendet werden.

Gemeinden und mobilezone als Partner

Der Registrierungsprozess für die SuisseID sei einfach. Nach Eingabe aller relevanten Daten im Online-Formular auf der QuoVadis-Homepage könne man dieses ausdrucken und auf der Gemeinde oder in einem mobilezone-Shop abgeben. Die SuisseID werde schliesslich an die Wohnadresse geschickt, so Rosenast. Für Unternehmen biete die subventionierte SuisseID-Einführung zudem die Möglichkeit, dank Zwei-Weg-Authentifikation sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand zu gelangen, sagt Rosenast.

Zudem könnten auf der Karte auf einfache Weise weitere Zertifikate gespeichert werden, die von Mitarbeitern für die Authentifikation oder das Signieren und Verschlüsseln von Unternehmensdokumenten verwendet werden können. Auf Wunsch von Unternehmen kann die SuisseID-Karte auch mit RFID-Technologien ausgestattet oder als Sichtausweis konzipiert werden.

Nutzen im E-Commerce- und E-Government-Bereich

Die Sorge, dass zum Start noch kaum SuisseID-Anwendungen zur Verfügung stehen, teilt der QuoVadis-CEO nicht. "Natürlich wird man im Mai oder Juni noch keine allzu große Anzahl an Services nutzen können. Im Laufe der nächsten Monate und des kommenden Jahres werden wir aber eine Vielzahl an guten Anwendungen zu Gesicht bekommen - sowohl aus dem E-Commerce- als auch aus dem E-Government-Bereich", ist Rosenast überzeugt.

(Text: Markus Knöpfli)