Wenn ein Lebensmittelhersteller mit der Marke Schweiz werben will, müssen die Rohstoffe zu 80 Prozent aus der Schweiz stammen: Diese strenge Swissness-Regel findet Unterstützung bei 73 Prozent der Schweizer, wie eine Umfrage im Auftrag des Schweizerischen Bauernverbands zeigt, welche der "NZZ am Sonntag" vorliegt. Diese Anforderung ist strenger als die momentan verhandelte Regelung im Parlament, die je nach Verarbeitungsstufe nur 60 Prozent Schweizer Rohstoffe voraussetzt.
83 Prozent der befragten Personen gehen davon aus, dass bei einem Lebensmittel, das mit einem Schweizerkreuz ausgezeichnet ist, die Rohstoffe auch aus dem Inland stammen. Der Bauernverband hat eine Volksinitiative vorbereitet, welche die 80-Prozent-Regel in der Verfassung verankern soll. 78 Prozent der Frauen würden diese unterstützen, bei den Männern sind es 69 Prozent.
Unter Westschweizern fand das Anliegen zudem häufiger Zustimmung (77 Prozent) als bei Deutschschweizern (72 Prozent). Die Initiative wird lanciert, falls die Swissness-Vorlage im Parlament zuungunsten der Landwirtschaft ausfallen sollte. "Wenn wir unser Anliegen nicht erfüllt sehen, werden wir die Unterschriftensammlung starten", sagt der stellvertretende Bauernverbandsdirektor Urs Schneider. (NZZaS)

