Die Verkehrsbetriebe Zürich verzichten darauf, ein Tram von der Modefirma Tally Weijl gestalten zu lassen. Deren Werbetram wäre "zu unsittlich" gewesen, sagt Renata Huber vom Städtischen Dpartement der Industriellen Betriebe gegenüber der "SonntagsZeitung". "Wir hätten das nicht verantworten können."
Auf dem Fahrzeug wäre ein Model in spärlicher Tally-Weijl-Kleidung zu sehen gewesen, dazu Silhouetten weiblicher Fussballfans mit Sprechblasen, die Fussballstars unzweifelhafte Angebote unterbreiten: "Sei mein Lover, Michael", oder "Marek, ich will ein Baby von Dir", heisst es da laut dem Bericht. "Ganz klar sexistisch" urteilte Doris Heim, Leiterin des Gleichstellungsbüros. Das Tram hätte nach ihrem Dafürhalten ein "abslout stereotypes Geschlechterbild" vermitttelt.
Kein Problem mit den frivolen Frauensprüchen hat man dagegen in Basel. Dort verkehrt das Tally Weijl-Trämli auf den Linien 10 und 11 seit nunmehr zwei Wochen. Der Tally Weijl-Zug sei für sein Unternehmen ein "willkommener Zustupf", sagt Stefan Schaffner, Marketingchef der Basler Verkehrsbetriebe (BLT).