Jugendlichen zwischen 13 und 20 Jahren schenken der Wirtschaftskrise wenig Aufmerksamkeit. Die Agentur Youngcom hat die Zielgruppe untersucht. Das Ergebnis: Bei gut drei Viertel der Befragten hat sich an ihrem Konsumverhalten bisher nichts geändert, ein Drittel der Jugendlichen sieht das Streben nach Lebensgenuss als typisch für die eigene Generation an. Gekauft wird nicht da, wo ein Produkt am günstigsten ist, sondern bevorzugt in Kaufhäusern und Fachmärkten. Nur bei DVDs, Musik, Spielen und Reisen suchen die Befragten in erster Linie nach Schnäppchen. Die Marke spielt besonders beim Mobiltelefon, bei Elektronikartikeln und Computern sowie Kleidung und Schuhen eine wichtige Rolle.
97 Prozent besitzen ein Handy und informieren sich über Neuheiten dafür am liebsten im Internet und mit deutlichem Abstand im Fachgeschäft. Wenn es um Kleidung und Mode geht, sind dagegen Zeitschriften die wichtigste Informationsquelle. Grundsätzlich ist für 88 Prozent der jungen Menschen aber das Internet das bevorzugte Informationsmedium. An zweiter Stelle folgt mit 66 Prozent das Fernsehen, gut 40 Prozent nutzen dafür Printmedien. Dabei muss Werbung, die junge Menschen erreichen soll, vor allem witzig und unterhaltsam sein. Allerdings ist das eine Gratwanderung, wenn die dargestellte Welt den Jugendlichen unrealistisch erscheint oder eine Pseudo-Jugendsprache verwendet wird, stößt die gesamte Werbung auf Ablehnung.
Dabei werden gerade Stars, die hochgejubelt wurden und häufig von sich reden machen, als Testimonial abgelehnt. Trotz des geringen Interesses an der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und am Sparen generell: Die beliebteste Werbeform sind Rabattgutscheine. Besonders positiv bewertet wurden auch Kino- und Plakatwerbung sowie Sponsoring und Events. Werbebriefe per Post, Werbe-E-Mails und SMS aufs Handy mag dagegen kaum ein junger Mensch.