Teure PR-Berater sollen Inkassostelle retten

Billag - Teueres Lobbying mit Gebührengeld.

Mit der Zwangsgebühr, die Bundesrat Moritz Leuenberger diese Woche ankündigte, gerät die Billag weiter unter Druck. Jetzt wird bekannt: Die umstrittene Inkassostelle hat mit Gebührengeldern eine renommierte PR-Agentur angeheuert, um die eigene Abschaffung zu verhindern.Die Beratungsfirma Furrer.Hugi&Partner mit Sitz in Bern, Zürich und Brüssel, ist mit einem Lobbying-Auftrag mandatiert. "Wir arbeiten mit der Kommunikationsagentur Furrer.Hugi&Partner zusammen", bestätigte Billag-Sprecher Jonny Kopp im "Sonntag" . Wie Agentur-Mitinhaber Lorenz Furrer erklärt, hat sein Beratungsunternehmen den Auftrag erst kürzlich erhalten: "Wir haben das Mandat der Billag vor knapp einem halben Jahr bekommen."

Die PR-Agentur, spezialisiert auf politische Kommunikation, soll bei Politikern für die Interessen der Billag weibeln: "Primär unterstützen wir die Billag bei Governmental Relations, politischen Beziehungen und strategischer Beratung», sagt Furrer. Die Kosten des Mandats werden geheim gehalten. "Es ist üblich, dass über vertragliche Bestimmungen für Kommunikationsleistungen keine Auskunft erteilt wird", sagt Billag-Sprecher Kopp. Auch Agentur-Inhaber Furrer will die Höhe des Beratungshonorars nicht offen legen: "Wir geben grundsätzlich keine Preise bekannt", so Furrer im "Sonntag". "In der Branche sind Tagesansätze zwischen 1800 und 3000 Franken üblich."