Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise will der Berner Regierungsrat das Tourismusmarketing fördern. Er stellt den touristischen Destinationen dafür während zwei Jahren zusätzlich insgesamt rund 700 000 Franken zur Verfügung. Die Gelder sollen teilweise in die Marketing-Offensive von Schweiz Tourismus fliessen, an der sich die bernischen Destinationen mit 200 000 bis 300 000 Franken beteiligen müssen, wie der Kanton Bern am Donnerstag mitteilte. Die Destinationen hatten diese Mittel nicht eingeplant.
Schweiz Tourismus wird mit einer Kampagne in den wichtigsten Märkten gegen den erwarteten Einbruch der Nachfrage kämpfen. Der Bund stellte dafür 12 Mio. Franken zur Verfügung. Die Tourismusbranche beteiligt sich mit 3 Mio. Franken.
Die zusätzlichen Gelder sind für die Jahre 2009 und 2010 befristet, wie es weiter heisst. Sie stammen aus der Beherbergungsabgabe, die vorübergehend vollständig an die Destinationen weitergegeben wird. Üblicherweise erhalten die Tourismusdestinationen nur 90 Prozent der Abgabe. Durch diese Umlagerung fliesst entsprechend weniger Geld in den Tourismusfonds. Dieser enthält zurzeit genügend Mittel, wie es heisst, so dass die Erhöhung zu keinen Leistungskürzungen führen wird. (sda)