Tourismusverband will eine eigenständige Politik

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Der Tourismus ist kein Nebenprodukt der Regionalpolitik. Der Schweizer Tourismus-Verband (STV) hat anlässlich seiner Generalversammlung am Donnerstag gefordert, dass der Bund eine eigene Tourismuspolitik verfolge. "In anderen Ländern ist die Bedeutung des Tourismus für die Volkswirtschaft unbestritten", sagte STV-Präsident Franz Steinegger. "In der Schweiz haben die Verantwortlichen leider noch nicht erkannt, dass einzelne Probleme zusammenhängen". Der Tourismus sei mehr als ein Einzelsektor der Wirtschaft, führte der alt Nationalrat aus.

Die Tourismuspolitik dürfe nicht einfach der Regionalpolitik untergeordnet werden. "Sie ist und bleibt eine Querschnittsdisziplin". Steinegger wies etwa auf die Bedeutung des Tourismus für die Verkehrspolitik hin. Der Verkehr profitiere mit rund 20 Prozent von der Wertschöpfung durch den Tourismus. Grundsätzlich stehe der STV der neuen Regionalpolitik des Bundes positiv gegenüber. Er unterstützt den neuen Finanzausgleich zwischen Bund und Kantonen (NFA). Dies allerdings unter der Bedingung, "dass einige Mängel korrigiert werden."

Steinegger optimistisch

In der Tourismusbranche mache sich die Erholung der Wirtschaft bemerkbar und die Stimmung sei besser, freute sich Steinegger. In einer Branche, "in der die emotionale Komponente grosse Bedeutung hat", sei Optimismus sehr wichtig. Mit Optimismus sei es möglich, neues anzupacken. Steinegger zeigte an der Generalversammlung sich zuversichtlich, was die Ergebnisse des laufenden Jahres betrifft. Es sei aber gut möglich, dass es grosse Unterschiede zwischen einzelnen Regionen und Anbietern gebe.

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