Bundesrat Pascal Couchepin hat in Singapur die Ausbildungs- und Forschungsplattform "Swiss House" eröffnet. Zum Abschluss seines Singapur-Besuchs betonte Couchepin die Wichtigkeit einer starken Präsenz der Schweiz in Asien. Mit dem "Swiss House für Ausbildung, Forschung und Innovation" will die Schweiz Aktivitäten von Schweizer Studenten, Wissenschaftern und Unternehmern in Singapur fördern. Das der schweizerischen Botschaft angeschlossene "Swiss House" im Technologiekomplex "Biopolis" beschäftigt drei Personen.
Man verstehe sich vor allem als "Türöffner" für Schweizer Institutionen, sagte Initiantin Suzanne Hraba-Renevey. Mit seinem Budget von 130'000 Franken -- ohne Lohnkosten -- will es etwa Ausstellungen, Symposien, Roadshows oder Investorenseminare organisieren. Das Swiss House ist neben dem "Share" in Boston und "swissnex" in San Francisco die dritte derartige Institution.
Der gesamte asiatische Raum werde für die Schweiz immer bedeutender, sagte Couchepin vor Medienvertretern in einer Bilanz seiner Asienreise. Er habe deswegen letztes Jahr auch China und Indien besucht. Für dieses Jahr sei zudem eine weitere Reise nach China vorgesehen. In Singapur habe die Schweiz mit ihrer Präsenz bereits einen Vorsprung zu anderen grösseren Ländern, sagte Couchepin. Er erwähnte dabei das neu eröffnete Novartis Institut für tropische Krankheiten und die starke Präsenz der Universität St. Gallen in dem südostasiatischen Stadtstaat.
Singapur müsse sich mit einem vergleichsweise hohen Lohnniveau behaupten, sagte Couchepin. Diese Situation sei auch bei seinem Besuch bei Premierminister Goh Chok Tong am Montag zur Sprache gekommen. Protektionismus bringe in solchen Situationen nichts: Ein kleines Land müsse den Wettbewerb akzeptieren.