Tyler Brûlé meldet sich mit Branding-Ideen

CS-Krise - «Sicherlich ist das Logo der Credit Suisse überholungsbedürftig, aber eine Fusion mit der UBS ergibt wenig Sinn», schreibt der Medienunternehmer und Designer, der 2002 das neue Markendesign der Swiss verantwortete, im NZZ Magazin.

Der kanadische Monocle-Herausgeber und Designer Tyler Brûlé erinnert sich in einem Artikel im NZZ Magazin an das Grounding der Swissair zurück. Mit seiner Designagentur Winkreative hat er 2002 das Markendesign für die Swiss kreiert.

In seinem Beitrag wendet er sich mit zahlreichen Ideen für die Schweiz und den Standort Zürich an die Verantwortlichen. In Bezug auf die neue Riesenbank schreibt er: «Muss die Credit Suisse verschwinden, oder könnte sie sich im Gegenteil als Stärke herausstellen? Wenn die UBS als das Bankenäquivalent zum Luxusgüterkonzern LVMH betrachtet wird, dann liegt die Zukunft vielleicht darin, unter dieser Dachmarke andere Firmen wie die Credit Suisse zu haben, die schlanker und fokussierter sind?».

Er fügt an: «Sicherlich ist das Logo der Credit Suisse überholungsbedürftig, aber eine Fusion mit der UBS ergibt wenig Sinn. Das Letzte, was die Welt braucht, ist eine weitere Buchstabensuppe.» 

Brûlé schreibt weiter: «Lassen Sie die UBS, wie sie ist. Die Credit Suisse sollte ein Boutique-Angebot werden.» In der Schweiz gäbe es immer noch Platz für eine Bank, die den modernen Unternehmer verstehe, der vielleicht eine neue App oder eine Bäckerei lancieren möchte. (wid)