16.02.2012

Swissness

Uhrenindustrie unterstützt Vorlage

Zustimmung sei von zentraler Bedeutung.

Industrieprodukte sollen sich nur dann "Swiss Made" nennen dürfen, wenn mindestens 60 Prozent ihrer Herstellungskosten in der Schweiz anfallen. Dies fordert die Swissness-Vorlage, die in der Frühlingssession vom Parlament behandelt wird. Der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH unterstützt die Vorlage. Für die Schweizerische Uhrenindustrie sei die Zustimmung zu dieser Vorlage von zentraler Bedeutung, schreibt der Uhrenverband am Donnerstag in einem Mediencommuniqué. Bereits seit 2007 fordere man vergeblich klarere gesetzliche Grundlagen für die Uhrenindustrie.

Da diese aber fehlten, sei es heutzutage noch immer möglich, dass sich eine Uhr "Swiss Made" nennen dürfe, auch wenn weniger als 20 Prozent Schweizer Wertanteil darin enthalten seien, erklärt der Uhrenverband. So könne einer Uhr das Prädikat "Swiss Made" verliehen werden, selbst wenn der Grossteil ihrer Wertschöpfung zum Beispiel in China anfalle. Dies sei so, weil gemäss der aktuellen Regelung im Schweizer Bundesgesetz aus dem Jahr 1992 eine Uhr dann als schweizerisch bezeichnet werden kann, wenn ihr Werk schweizerisch ist, ihr Werk in der Schweiz eingeschalt wird und der Hersteller ihre Endkontrolle in der Schweiz durchführt.

Um in Zukunft mehr Wertschöpfung in die Schweiz zu holen, betont der Uhrenverband die Wichtigkeit eines Ja zur Vorlage und unterlegt die Bedeutung der Schweizer Uhrenindustrie mit ein paar Zahlen. So schaffe die Schweizerische Uhrenindustrie rund 48'500 Arbeitsplätze in der Schweiz, gebe fast 1'000 Jugendlichen eine Lehrstelle und habe 2011 für 19,3 Milliarden Franken Warenexporte verantwortlich gezeichnet. (sda)


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