Der US-Getränkeriese Coca Cola hat den Getränkeabsatz im ersten Quartal 2012 in allen Regionen der Welt steigern können. Vor allem in den Schwellenländern sei das Geschäft gut gelaufen, erklärte der Konzern am Dienstag am Sitz in Atlanta. Der Konzernumsatz wuchs um 6 Prozent auf 11,1 Mrd. Dollar (10,2 Mrd. Franken). Der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 2,1 Mrd. Dollar. Der Getränkemulti hat auch Minute-Maid-Säfte, Powerade- Sportgetränke oder Apollinaris-Wasser im Angebot.
Coca Cola sei trotz eines "gemischten globalen Umfeldes" gewachsen, erklärte Konzernchef Muhtar Kent. Er hatte Ende 2009 das Ziel ausgegeben, den Getränkeabsatz bis 2020 zu verdoppeln. Kent sieht das Unternehmen auf gutem Weg dahin. Um sein ehrgeiziges Ziel zu erreichen, hatte er den Vertrieb in die eigene Hand genommen und unter anderem den grössten nordamerikanischen Abfüller CCE geschluckt.
Auch Erzrivale Pepsi hatte sich durch den Zukauf zweier wichtiger nordamerikanischer Getränkeabfüller verstärkt. Um im harten Wettbewerb zu bestehen, hat Pepsi zudem ein milliardenschweres Sparprogramm aufgelegt, dem 8700 Mitarbeiter oder 3 Prozent der Belegschaft zum Opfer fallen. Ein Teil des eingesparten Gelds soll in mehr Werbung gesteckt werden - ein Frontalangriff auf Coca Cola.
Coca Cola war bis zuletzt rasanter gewachsen als Pepsi, wenngleich der Rivale breiter aufgestellt ist. Pepsi stellt neben Limonaden, Fruchtsäften (Tropicana) und Eistee (Lipton) auch Snacks (Lay's, Doritos) und Frühstücksflocken (Quaker Oats) her. Coca Cola und Pepsi waren zuletzt unter Druck geraten, weil der Cola-Farbstoff in den USA unter Krebsverdacht steht. Coca Cola verneinte zwar jede Gefahr für die Gesundheit der Kunden, änderte unter dem Druck eines neuen Gesetzes in Kalifornien aber das Herstellungsverfahren. Das Coca-Cola-Rezept bleibe aber weiterhin geheim, hatte der Konzern versichert. (sda)

