"Unternehmen müssen gezielt in Innovation investieren"

Goldbach - Max Meister und Martin Radelfinger über die Kooperation mit der "Swiss Start Up Factory".

von Edith Hollenstein

Herr Radelfinger und Herr Meister, wie wird die "Swiss Start Up Factory" von Goldbach unterstützt?
Martin Radelfinger (links): Für die digitale Transformation braucht es die passenden Technologien. Goldbach sponsort die Inkubation und Acceleration von auf digitale Media-Technologie fokussierte Jungunternehmen im deutschsprachigen Raum, also nicht die Swiss Start UP Factory selbst.

Was heisst das?
Durch die Kooperation mit der "Swiss Startup Factory" ermöglichen wir qualifizierten Start-ups ein strukturiertes Acceleration-Programm zu durchlaufen und wir gewähren den Jungunternehmen den Zugang zu den unseren Unternehmensressourcen: Den internen Experten und unserem Unternehmensnetzwerk, also zu Sender, Publisher, Agenturen,und Kunden. Zudem haben die Start-ups die Möglichkeit, bei der Goldbach vor Ort zu arbeiten.

Und wozu ist die "Swiss Start Up Factory" wichtig?
Max Meister (rechts): Sie besitzt das dazu passende Know-how, nimmt die Start-ups in ihr Accelerator-Programm auf und gibt ihnen eine reale Chance, sich zu etablieren. Viele Unternehmungen sind mit einer zunehmenden digitalen Transformation konfrontiert. Dies zwingt Unternehmen gezielt in Innovation zu investieren. Der "Swiss Start Up Factory" ist es ein Anliegen, dieses Bedürfnis aufzufangen und zusammen mit den Unternehmungen nachhaltige Geschäftsmodelle aufzubauen.

Was bringt das Ihnen?
Wir erhalten Zugang zu spannenden Branchen und erkennen auf diese Weise künftige Potenziale.

Sie schreiben in der Mitteilung, es würden jeweils zwei Start-ups aus dem Medien/Tech-Bereich aufgenommen. Um welche Firmen handelt es sich aktuell?
MR: Das Start-up Sourcing, also die Ausschreibung, beginnt jetzt und läuft über die Swiss Start Up Factory mit Unterstützung durch die Goldbach Group. Die Startups durchlaufen einen strukturierten Evaluations- und Selektionsprozess.

Das Programm existiert in dieser Form bislang also noch gar nicht. Wenn es denn läuft: Was bringt dieses Programm den Kunden von Goldbach?
MR: Wir sind ein Medienunternehmen und bewegen uns in einem Markt der sich rasant transformiert und stark disruptiven Kräften ausgesetzt ist. Als Dienstleistungsunternehmen investieren wir in Innovationen, um den Erfolg unserer Kunden und Partner zu gewährleisten. Durch Innovationen im Technologie-, Produkt- aber auch Prozess-Bereichen unterstützen wir unsere Medienpartner in der Angebotsgestaltung. Wir helfen unseren Kunden beim Einkauf von Werbung über alle von uns bedienten Kanäle und Devices. Unser Geschäft ist zunehmend technologie- und datengetrieben und ein starkes Innovationsmanagement und der Austausch mit Startups vermitteln uns die Impulse, um in diesem Umfeld erfolgreich zu agieren.

Was hat Goldbach vorher im diesem Bereich gemacht?
MR: Wir haben vor fast drei Jahren den Goldbach Innovation Hub in Palo Alto etabliert um neue Entwicklungen im Herzen des Silicon Valley früh zu erkennen und diese Impulse in unsere Kernmärkte im deutschsprachigen Raum einzubringen. Im Zuge dieses Engagements haben wir den Aufbau eines Inkubators für digitale Medien, Werbung und Marketing in Zürich mit einem der grossen Silicon Valley Accelerator geprüft, sind aber zum Schluss gekommen das eine Partnerschaft mit einem lokalen Accelerator zielführender ist. Mit der Präsenz im Silicon Valley ist es uns aber gelungen ein solides Netzwerk aufzubauen und einen regen Austausch mit der Silicon Valley Start-up und Venture-Capital-Szene zu pflegen. 


Max Meister ist Gründungspartner der "Swiss Start Up Factory" und Martin Radelfinger ist bei Goldbach zuständig für Geschäftsentwicklung und Innovation.

Für das "Goldbach Digital Media Accelerator Programm" werden Start-ups im deutschsprachigen Raum gesucht. Die Ausschreibung beginnt diese Woche. Im Verlaufe des ersten Quartals 2016 werden die ausgewählten Start-ups den Medien im Rahmen eines Kick-off Events in Wipkingen vorgestellt. (eh)