Die Traditionsfirma Victorinox aus Ibach-Schwyz befindet sich auf Wachstumskurs. Dank der stärkeren Diversifizierung mit Koffern, Parfüms, Kleidern und Uhren sowie der Expansion strebt Victorinox 2011 sogar einen Rekordumsatz an, wie die Zeitung "Der Sonntag" berichtet. "Falls nicht etwas Unerwartetes passiert, kann 2011 das bisher beste Jahr werden mit einem Umsatz von rund 550 Millionen Franken", sagt Unternehmenschef Carl Elsener. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von satten 10 Prozent. Das heisst auch: Zu den 1800 Mitarbeitern im In- und Ausland kommen dieses Jahr bis zu 100 weitere hinzu.
Die Taschen-, Berufs- und Küchenmesser sind mit einem Umsatzanteil von 60 Prozent nach wie vor das Kerngeschäft von Victorinox. Die Schwyzer sind Taschenmesser-Ausrüster von etwa zwölf Armeen, wie der Schweiz, Deutschland, Indien und Australien. Tagtäglich produzieren die 900 Angestellten in Ibach mehr als 120000 Messer, neuere Modelle sogar mit USB-Datenspeicher und Fingerprint-Erkennung. Trotzdem setzt Elsener vermehrt auch auf andere Produkte: "Am stärksten wachsen können wir in den nächsten Jahren mit Uhren, Reisegepäck und Bekleidung."
Nebst den USA und Deutschland plant Elsener, die angestrebten Zusatzeinnahmen in erster Linie in Asien zu erreichen. "In den nächsten fünf Jahren wollen wir in China 30 bis 40 Brandstores eröffnen." Langfristig rechnet er mit 100 so genannten Brandstores und 15 Flagshipstores. Pro Jahr sollen fünf bis sechs neue Shops entstehen. In den fünf grossen Flagshipstores in Düsseldorf, Genf, London, New York und Tokio verkauft Elsener die ganze Produktepalette. Ein neues Grossgeschäft wird noch dieses Jahr in Toronto eröffnet.