Ein verbessertes Mobilfunk-Netzwerk für 16 afrikanische Nationen - mit dem Auftrag des indischen Mobilfunkanbieters Bhart Airtel dafür die technologischen Vorrausetzungen zu liefern - hat IBM erneut grosses Engagement auf dem afrikanischen Kontinent gezeigt, berichtet die "New York Times". Der Vertrag soll über zehn Jahre laufen und nach Schätzungen über 1,5 Milliarden Dollar wert sein. Während dieser Zeit wird IBM von Kundenservice bis zu Hardware und Software und Multimedia-Diensten sämtliche Aufgaben für Bhart Airtel übernehmen. Der Auftrag ist jedoch nur das jüngste Beispiel für IBMs grossangelegte Afrika-Strategie.
Zwar sei IBM bereits seit fünfzig Jahren auf dem Kontinent präsent, Investments von 300 Millionen Dollar in den vergangenen fünf Jahren, hätten jedoch gezeigt, dass das Unternehmen nun deutlich expandieren möchte. "Das ist ein riesiger Schritt nach vorne für IBM in einem Markt, den wir für den nächsten wichtigen Wachstumsmarkt halten", so Bruno Di Leo, zuständig für Wachstumsmärkte bei IBM. Auch unabhängige Analysten sehen grosses Potenzial in Afrika.
Bis 2015 sollen die Einnahmen aus den Wachstumsmärkten, allen voran Brasilien, Russland, Indien und China, von aktuell 19 auf 25 Prozent steigen, lautet die Zielsetzung des Unternehmens. Das entspricht zusätzlichen Umsätzen von einer Milliarden Dollar jedes Jahr. Dabei konzentriert sich IBM darauf, in den jeweils wichtigsten Wirtschaftsbereichen Fuss zu fassen: Telekommunikation, Banken, Verkehr, Gesundsheitsvorsorge und Energie. (pte)

