01.03.2013

Calida

Unterwäsche treibt den Umsatz

Lichtblick dank Luxus-Dessous.

Der Wäschehersteller Calida kämpft mit sinkenden Absätzen. Ein Lichtblick sind die Luxus-Dessous der Marke Aubade, die sich vom Sorgenkind zum Umsatztreiber gewandelt hat. Die 2005 übernommene französische Marke trug im vergangenen Jahr 53,6 Mio. Euro zum Gruppenumsatz bei, wie Calida am Freitag mitteilte. Das entspricht einem Wachstum von 8,2 Prozent. Die Erlöse der Marke Calida gingen dagegen um 4,6 Prozent zurück.

 
Insgesamt verzeichnete der Konzern einen Umsatzrückgang von 1,5 Prozent. Wesentlich dazu beigetragen hat der nach wie vor starke Schweizer Franken: Bereinigt um Wechselkurseffekte hielten sich die Erlöse auf dem Vorjahresniveau. Der Rückgang bei der Marke Calida sei auf den schwachen Schweizer Markt zurückzuführen, erklärte Konzernchef Felix Sulzberger am Freitag vor den Medien in Zürich. Die schwierige wirtschaftliche Situation führe zu einer starken Zurückhaltung bei den Konsumenten.
 
Das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 2,6 Prozent auf 27,3 Mio. Fr. zu, was allerdings vor allem auf Verkäufe von Immobilien zurückzuführen ist. Klammert man diese aus, sank der operative Gewinn auf 22,2 Mio. Franken. Unter dem Strich verdiente die Gruppe 20,6 Mio. Fr. und damit 2,3 Prozent weniger als 2011.
 
Das vorgelegte Jahresergebnis liegt im Rahmen der Erwartungen der Investoren. Der Aktienkurs von Calida stieg am Freitag bis am frühen Nachmittag leicht um 0,2 Prozent. Der Gesamtmarkt, gemessen am Swiss Performance Index (SPI), tendierte 0,4 Prozent leichter. (sda)
 
 

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