Veranstaltungsbranche warnt

Halbierungsinitiative - Die Allianz der Veranstaltungsverbände befürchtet erhebliche negative Auswirkungen auf kulturelle und sportliche Live-Veranstaltungen in der Schweiz.

Die Allianz der Veranstaltungsverbände – darunter Expo Event, die FSPE und die Swiss Stadia & Arena – lehnt die SRG-Initiative ab, über die am 8. März abgestimmt wird. Die Initiative verlangt eine Senkung der Radio- und Fernsehgebühren von 335 auf 200 Franken pro Jahr sowie eine vollständige Befreiung der Unternehmen. Der Bundesrat hat bereits eine Senkung auf 300 Franken ab 2029 beschlossen.

Weniger Sichtbarkeit, weniger Sponsoren

Die Verbände warnen, dass zahlreiche Veranstaltungen auf die mediale Unterstützung der SRG angewiesen seien, schreiben die Verbände in einer gemeinsamen Mitteilung. Ohne ausreichende Berichterstattung würden diese weniger Aufmerksamkeit erhalten, was zu einem Rückgang von Sponsoring und finanzieller Unterstützung führen würde. Betroffen wären sowohl Grossanlässe wie Skirennen als auch kleinere kulturelle und sportliche Events.

Die wirtschaftlichen Folgen würden nicht nur die Veranstaltungsbranche treffen, sondern auch Zulieferer und weitere Sektoren wie Tourismus, Hotellerie und Gastronomie. Als Beispiel nennen die Verbände den ESC 2025 in Basel, der einen Umsatz von 248 Millionen Franken auslöste und der Region Basel eine Wertschöpfung von 53 Millionen Franken brachte.

Die Allianz befürchtet bei Annahme der Initiative einen Rückgang bei Anzahl und Qualität von Veranstaltungen sowie gefährdete Arbeitsplätze in der weitverzweigten Branche.

Die Initiantinnen und Initianten argumentieren, es brauche eine Entlastung der Haushalte in Zeiten steigender Krankenkassenprämien und Mieten. Insbesondere fordert das Initiativkomitee, die SRG solle sich auf ihren Kernauftrag konzentrieren. Sie breite sich in Unterhaltung und Sport sowie bei Onlineaktivitäten immer weiter aus, kritisierten SVP-Vertreter in der Nationalratsdebatte über die Initiative im Juni. (pd/sda/spo)