Die Schweizer Produzenten und Vertreiber von Musik, Filmen und Computerspielen haben sich in einem Verband zusammengeschlossen. AudioVision Schweiz will die Urheberrechte besser gegen digitale Piraterie schützen.
Nach Ansicht des neuen Verbands ist die Abgeltung von Urheberrechten beim Bezug digitalisierter Inhalte für die ganze Informations- und Unterhaltungsbranche von grosser Bedeutung. Deshalb möchte AudioVision Schweiz seine Anliegen stärker in die laufende Revision des schweizerischen Urheberrechts einbringen.
Der Verband befürchtet, dass die Revision nicht genügend Verbesserungen bringt, wie Rechtsanwalt Adriano Viganò an einer Medienkonferenz von AudioVision Schweiz am Mittwoch in Zürich erklärte. Er kritisierte insbesondere, dass das Recht "nicht wirklich" die Anwendung von Antipiraterie-Systemen zulasse.
Digitale Rechteverwaltung
AudioVision Schweiz setzt sich ein für die so genannte digitale Rechteverwaltung (Digital Rights Management). Dabei geht es um Verfahren, die das Kopieren von Musik- oder Filmdateien im Internet nur auf bestimmte Datenträger oder in begrenztem Masse ermöglichen. Die digitale Rechteverwaltung erlaubt gemäss dem Verband auch faire Abrechnungsmöglichkeiten. Gemäss Communiqué bezahlen Nutzer nur, was sie tatsächlich konsumieren; und Künstler erhalten Abgeltungen nur für Angebote, die sie wirklich verkaufen.
Sanktionen gegen Daten-Piraten