Am Donnerstag, 1. November, feiert das Musical "Ich war noch niemals in New York mit den Liedern von Udo Jürgens im Theater 11 in Zürich Premiere. Veranstaltet wird es vom Zürcher Unternehmen Freddy Burger Management (FBM). Freddy Burger, Inhaber und CEO des gleichnamigen Unternehmens, ist seit 35 Jahren Udo Jürgens' Manager und wohl einer seiner grössten Fans. persoenlich.com unterhielt sich mit dem 66-jährigen Unternehmer und Entertainment-Profi über das neue Musical.
Herr Burger, Udo Jürgens selbst tritt ja im Musical nicht auf. Wird er aber an der Premiere anwesend sein? Vielleicht sogar singend?
Udo ist derzeit auf Tournee, war am vergangenen Sonntag im Hallenstadion und gibt nun Konzerte in Österreich. Zur Premiere seines Musicals wird er aber extra anreisen. Wir haben seine Konzerte so geplant, dass er an dem Tag einen "day off" hat. Singen wird er allerdings nicht. Musical-Darsteller interpretieren seine Songs. Seine Lieder werden von einer frechen und witzigen Story um drei Generationen umrahmt. Die Premiere ist für mich der wichtigste Anlass in diesem Jahr. Wir haben viel Prominenz eingeladen, dazu aber auch die kreativen Köpfe hinter der Show. Wir freuen uns auf einen grossartigen Abend.
Am Vorverkauf merkt man, ob eine Veranstaltung beliebt ist oder nicht. Sind Sie mit dem aktuellen Verkauf zufrieden?
Wir stehen sehr gut. Ja, die Vorverkaufszahl zum Start ist ein wichtiger Indikator, wir hoffen aber natürlich, dass die Tendenz weiterhin in die richtige Richtung geht und wir die Show lange spielen können. Wenn das Publikum beschwingt nach Hause geht und im Umfeld davon erzählt, so ist das für uns die beste Werbung.
In Deutschland hat das Musical grossen Erfolg. In der Schweiz ist seine Fangemeinde kleiner. Auch spricht Jürgens' Musik eher die "ältere", schlagerliebende Generation an und weniger die jungen Leute. Werden sich hierzulande genügend Zuschauer für das Musical begeistern können?
Udos Musik ist generationsübergreifend, das konnte man am vergangenen Sonntag im Zürcher Hallenstadion live erleben. Udo begeistert Jung und Alt und genauso wird es auch mit seinem Musical sein. Selbst die Geschichte, die um die Songs von Udo gewoben wurde, umfasst drei Generationen: Ein älteres Paar bricht aus dem Altersheim aus und will sich mit einer Reise nach New York einen letzten grossen Traum erfüllen. Tochter und Sohn - sie eine karrierebewusste erfolgreiche Frau mit wenig Zeit für Familie, er ein freiheitsliebender Fotograf mit Sohn - reisen hinterher, um die beiden einzufangen, und landen auf einem Kreuzfahrtschiff. Man muss kein Udo-Fan sein, um das Musical zu geniessen.
Jürgens Lieder sind den meisten bekannt. Werden die Musical-Besucher während der Vorstellung mitsingen?
Alles ist erlaubt, mitsingen, mitklatschen und vor allem Spass haben. Ich selbst habe die Show schon viele Male gesehen und nach jeder Vorstellung gab es Standing-Ovations.
Wie lange wird das Musical im Theater 11 zu sehen sein?
Wir spielen bis März 2013 und können, sollte das Interesse seitens des Publikums bestehen, allenfalls noch verlängern.
Auf was dürfen sich die Besucher besonders freuen? Können Sie uns einen kleinen Vorgeschmack geben?
Eine der coolsten Szenen im Stück ist jene, in welcher der halbwüchsige Florian Udos Klassiker "Mit 66 Jahren" als Rap interpretiert. Aber auch viele andere Songs sind originell und mit viel Humor in Szene gesetzt. Meiner Meinung nach - und ich bin ja nicht nur Udos Manager sondern auch seit vielen Jahren Musical-Veranstalter in der Schweiz - ist "Ich war noch niemals in New York" derzeit eines der besten deutschsprachigen Musicals, schwungvoll und mit einer tollen Story.
Welche Bedeutung hat die Musik von Udo Jürgens für Sie persönlich?
Ich selbst bin ein grosser Udo Jürgens Fan und war von seinem Können, seiner Strahlkraft von Anfang an restlos überzeugt. Noch heute geniesse ich jedes Konzert, das ich live erleben darf und ich habe bei dem einen oder anderen Lied immer noch Gänsehaut. Udo ist authentisch und lebt, was er auf der Bühne singt.
Interview: Claudia Thöny