Walliser Roggenbrot erhält Urkunde

AOC - "Vorteile für alle Beteiligten."

Das "Walliser Roggenbrot" hat am Montag die offizielle AOC-Urkunde erhalten. Damit können die Walliser Bäcker ihr Produkt ab sofort mit dem Label verkaufen. Die kontrollierte Ursprungsbezeichnung soll der ganzen Branche Vorteile bringen. Mit dem AOC-Label erhält der Roggenanbau im Wallis neuen Auftrieb. Bis ins Jahr 2000 war die Roggenproduktion rückläufig. Seither hat sich das Volumen mehr als verdoppelt, wie Nelly Claeyman von der Vereinigung "Walliser Roggenbrot" gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärte.

Bei der Eingabe des AOC-Gesuchs im Jahr 1997 hatte die Vereinigung ihre Absicht angekündigt, die Roggenproduzenten besser entschädigen zu wollen. Künftig erhalten jene Bauern, die für das AOC-Brot Roggen liefern, 10 Franken mehr pro 100 Kilogramm. Auch für die Mühlen von Sitten, die dem Branchenleader Minoteries gehören, ist das AOC-Label von Bedeutung. So kündigte der Direktor der Minoterie-Gruppe an, dass der Standort Sitten künftig sämtlichen Roggen der Gruppe verarbeiten wird. Interessant ist das AOC-Label schliesslich auch für die Walliser Bäcker. Zwar steigt der Preis für Roggenmehl um 28 Franken pro 100 Kilogramm. Unter dem Strich wird sie das Brot jedoch bloss 10 Rappen mehr kosten als bisher.