Werbebündnis mit Microsoft eingegangen

Publicis - "The Pool" testet einheitlichen Standard für Online-Videos.

Die derzeitige Schwächephase am internationalen Werbemarkt treibt die Suche der Branche nach neuen effektiven Online-Werbeformen weiter voran. Wie das "Wall Street Journal" heute, Donnerstag, berichtet, haben sich nun einige der grossen US-Medienunternehmen wie Microsoft, Yahoo, CBS und Hulu mit der Agentur Starcom MediaVest Group (SMG), einer Tochtergesellschaft der Publicis Groupe, zusammen getan. Ziel der eingegangenen Partnerschaft ist die Steigerung der Umsatzgewinnung im Bereich der Online-Video-Werbung. Der SMG geht es dabei vor allem darum, einen einheitlichen Standard in diesem potenziell vielversprechenden Sektor zu finden.

Um dies auch in der Praxis umsetzen zu können, wird das "the Pool" genannte Firmenbündnis in den kommenden Wochen fünf verschiedene Online-Werbeformate in Fokusgruppen testen. Die zwei Formate, die dabei am besten abschneiden, sollen dann in weiterer Folge auf den Webseiten der beteiligten Konzerne zum Einsatz kommen. Das Fehlen von einheitlichen Werbestandards ist ein Problem, mit dem die Branche bereits seit geraumer Zeit kämpft. Bislang verlief die Suche nach einem geeigneten Format allerdings ergebnislos.

Unter den Werbeformaten, die in Kürze getestet werden sollen, befinden sich unter anderem auch solche, die dem Nutzer eine individuelle Wahl der Werbung erlauben. So werden beispielsweise am unteren Bildschirmrand des Video- Wiedergabefensters bestimmte Elemente eingeblendet. Klickt ein User darauf, öffnet sich ein zusätzliches Browser-Fenster, das dem Betrachter weitere nützliche Informationen liefert und ihn zu anderen Videos weiterleitet.

Nach Einschätzung vieler Experten wird aber auch der boomende Online-Werbemarkt nicht von den Konsequenzen der anhaltenden Krise verschont bleiben. Das US-Network NBC Universal warnte erst vergangene Woche im Zuge einer Investorenkonferenz vor einem Rückgang der Werbeausgaben im Bereich der Internetvideos. Der Sender, der einen grossen Teil seines Programms auch online als Stream zur Verfügung stellt, gibt sich überrascht darüber, "wie schnell der Digitalmarkt im vierten Quartal zum Stillstand gekommen ist". (pte)