Passaia ist seit 40 Jahren ein Bestandteil des Schweizer Getränkemarktes. Einem Dessert in Australien ist es zu verdanken, dass Dr. Robert Barth die Passionsfrucht 1960 von seiner Reise nach Hause in die Schweiz brachte. Der süsse, exotische Geschmack begeisterte ihn so sehr, dass er beschloss, ein Erfrischungsgetränk daraus zu entwickeln.
1964 war es soweit, unter der Marke "Passi-oona" wurde das erste Schweizer Süssgetränk auf Passionsfrucht-Basis eingeführt. Einfacherweise wurde das neue Produkt bald nur noch "Passi" genannt. Damit war ein anderer Getränkehersteller aber nicht einverstanden. Wegen einer angedrohten Klage des Pepsi-Konzerns musste der Markenname schliesslich in "Passaia" geändert werden.
Um die neue Marke bekannt zu machen, sorgte Rivella mit einer Aktion für Aufsehen: Ein Elefantenbaby, getauft auf den Namen Peter Passaia, war der Preis eines gross angelegten Wettbewerbs. Die Gewinnerin übergab den kleinen Elefanten schliesslich dem Prager Zoo, was damals, 1969, auch politisch für positive Schlagzeilen sorgte.
Für heisse Köpfe und viel Gesprächsstoff sorgte 1975 eine ganz besondere Marketing-Aktivität: Um in der Gastronomie und im Getränkehandel die neue transparente Passaia-Flasche bekannt zu machen -- vorher waren die Flaschen braun -- begleiteten dunkelhäutige, exotische Schönheiten den Aussendienst.
1978 stieg Passaia ins Musikgeschäft ein. Mit der Konzertagentur Good News entstand eine langjährige Partnerschaft. Unvergessen bleibt die Konzerttournee mit BoneyM. Anfangs der 80er Jahre erlebte Passaia absatzmässig seinen Höhepunkt. In den folgenden Jahren bis heute stieg die Konkurrenz unter den exotischen Fruchtsäften stark an. Als Folge davon sanken die Verkaufszahlen von Passaia. Das Getränk konnte sich aber trotz des schwierigen Umfeldes im Schweizer Getränkemarkt durchsetzen.
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