Willy Michel ist Master Entrepreneur of the Year

- Am vergangenen Freitag kürte Ernst & Young Schweiz anlässlich einer Gala zum achten Mal die Schweizer Entrepreneurs of the Year in den Kategorien Dienstleistung/Handel, Industrie/High-Tech sowie Start-up. Peter Heimlicher, Robin Cornelius sowie Fabio Cesa und Jean-Luc Mossier heissen die Sieger des Schweizer Entrepreneur of the Year-Wettbewerbes. Als "Master Entrepreneur" wählte die Jury Willy Michel (Bild).

Peter Heimlicher, Gründer und CEO der Contrinex SA, gewann in der Kategorie Industrie/High-Tech. Der Sieg in der Kategorie Dienstleistung/Handel ging an Robin Cornelius, Gründer und CEO von Switcher SA. Start-up-Entrepreneurs of the Year sind Fabio Cesa, CEO, und Jean-Luc Mossier, COO/CFO von Silentsoft SA.

Zum zweiten Mal in der achtjährigen Geschichte des Wettbewerbes in der Schweiz wurde die Auszeichnung "Master Entrepreneur“ verliehen. Die Jury ehrte damit den Unternehmer Willy Michel, Mehrheitsaktionär und VR-Präsident der Burgdorfer Ypsomed Holding AG. Mit 56 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde am Wettbewerb 2005 ein neuer Rekord erreicht.

Sensorik, Textilien und M2M-Geschäftsmodelle

Als Gewinner haben sich 2005 vier Unternehmer durchgesetzt, die die Geschicke ihrer Betriebe von der Romandie aus steuern. Der ETH-Ingenieur Peter Heimlicher gewinnt in der Kategorie Industrie/High-Tech. Seine Contrinex SA entstand 1972 im fribourgischen Givisiez als Ein-Mann-Betrieb.

In über 30 Jahren hat er daraus ein weltweit tätiges Unternehmen geformt, das mit seinen 284 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Hochleistungs-Sensoren spezialisiert ist. Peter Heimlicher überzeugte die Jury neben seinem langjährigen Erfolgsausweis durch sein ausserordentliches strategisches Denken.

Peter Heimlicher.

Der Textil-Unternehmer Robin Cornelius setzt sich in der Kategorie Dienstleistung/Handel durch. Seine weltweit tätige Switcher-Gruppe mit Hauptsitz in Le Mont sur Lausanne ist spezialisiert auf Design und Vertrieb von qualitativ guter, preislich vernünftiger und nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit gefertigter Baumwollkleidung.

Robin Cornelius beschäftigt in der Schweiz über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Besonders beeindruckt zeigt sich die Jury von der Tatsache, dass Cornelius seit bald 25 Jahren jeden Tag beweist, dass sich ethische, moralische, soziale und ökologische Produktions-Bedingungen sowie kommerzieller Erfolg in keiner Weise ausschliessen.

Robin Cornelius.

Die Auszeichnung zum Entrepreneur of the Year 2005 in der Kategorie Start-up geht an das Unternehmer-Duo Fabio Cesa und Jean-Luc Mossier. Die beiden entwickeln mit ihrer Firma Silentsoft SA Lösungen im Bereich Machine-to-Machine-Communication (M2M) auf Basis von GPS/GPRS-Technologien.

Eine erste Anwendung ist bereits erfolgreich im Markt positioniert: Silentsoft überwacht für verschiedene Heizöl-Lieferanten Tausende von Öltanks. M2M-Kommunikation gilt als äusserst zukunftsträchtiger Markt. Die Jury zeichnet Fabio Cesa und Jean-Luc Mossier für ihren ausserordentlichen technologischen und wirtschaftlichen Sachverstand in diesem jungen Markt aus.

Fabio Cesa und Jean-Luc Mossier.

Willy Michel für sein Lebenswerk geehrt

Zum zweiten Mal in der achtjährigen Entrepreneur-of-the-Year-Geschichte in der Schweiz vergab die Jury den Titel "Master Entrepreneur“. Sie ehrt damit den Burgdorfer Vollblutunternehmer Willy Michel. Seine auch im internationalen Vergleich ausserordentliche berufliche Laufbahn beginnt mit einer Laborantenlehre bei Ciba-Geigy in Basel. Darauf folgen Zusatzausbildungen im Marketing und die Ausbildung zum Pharmareferenten.

1984 gründet Michel gemeinsam mit seinem Bruder Peter eine eigene Medizinaltechnik-Firma: die Disetronic AG, Burgdorf. Michel bringt die Firma 1996 erfolgreich an die Börse. Sieben Jahre später verkauft er seinen Anteil an Roche, behält aber den Bereich Injektionssysteme. Diesen führt er unter dem Namen Ypsomed als VR-Präsident erneut zum Erfolg und 2004 an die Börse.

Das Unternehmen beschäftigt rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Grenzen des Wachstums sind jedoch noch lange nicht erreicht. Willy Michel hinterlässt in der Schweizer Unternehmer- und Unternehmenslandschaft eine deutliche Spur. Und er beweist, dass Unternehmertum nicht am eigenen Fabriktor aufhört: Michel ist sozial und kulturell stark engagiert. Der offensichtlichste Ausdruck davon ist wohl das Franz Gertsch-Museum in Burgdorf.

Willy Michel.