Windows Vista kommt erst im Januar

Microsoft - Qualität wichtiger als Weihnachtsgeschäft

Das neue Betriebssystem Windows Vista von Microsoft wird für Privatkunden erst im Januar 2007 auf den Markt kommen. Für die Verspätung gibt es laut Jim Allchin, Windows-Chef bei Microsoft, zwei Gründe. Zum einen brauche Microsoft mehr Zeit, um die Qualität von Windows Vista, vor allem im Sicherheitsbereich, weiter zu verbessern und zum anderen brauchten die Händler mehr Zeit, um den Vertrieb des neuen Betriebssystems vorzubereiten.

"Der Handel braucht eine gewisse Vorlaufzeit", bestätigt auch Microsoft-Sprecher Thomas Lutz im Gespräch mit pressetext. "Allein das Anlaufen des Marketings nimmt schon mindestens einen Monat in Anspruch." Unternehmenskunden werden das neue Betriebssystem bereits im November erhalten.

Wie sich die verspätete Einführung von Windows Vista auf das traditionell umsatzstarke Weihnachtsgeschäft auswirken wird, ist noch unklar. Verkaufsriese Saturn wollte sich auf Anfrage von pressetext nicht zu den Konsequenzen äussern. Da das Geschäftsjahr bei Microsoft im Juli beginnt, fällt die verspätete Einführung trotzdem noch in die Jahresbilanz des Unternehmens. "Aus unserer Sicht gibt es für den PC-Markt keine Veränderungen", kommentierte Windows-Chef Allchin.

"Die Qualität hat bei uns einfach Vorrang", erklärt Thomas Lutz. "Für die Konsumenten ist es schliesslich besser, zwei Monate länger auf Windows Vista zu warten und dafür ein hochwertiges Produkt zu erhalten." Das eventuell schwächer ausfallende Weihnachtsgeschäft sei für Microsoft kein Kriterium. Zudem könnten die PC-Hersteller die Computer so vorbereiten, dass neu gekaufte Geräte einfach auf Windows Vista umgestellt werden können, sobald das neue Betriebssystem erhältlich ist. Die Einführung von Windows Vista gilt als grösste Innovation in der Branche seit dem Start von Windows 95.