Wirtschaftskriminalität ist ein weit verbreitetes Problem und immer noch ein Tabuthema. Schätzungen des Bundesamtes für Polizei gehen von einer Schadenssumme von 2-4 Prozent des Bruttoinlandproduktes aus, welche der Schweizer Wirtschaft jährlich durch deliktische Handlungen verloren gehen. Dies entspricht mehr als 8 Mrd. Franken. 73 Prozent der befragten Unternehmen sind Opfer von wirtschaftskriminellen Handlungen geworden.
Eine vom Juni bis Juli 2005 durchgeführte Umfrage von KPMG bei 250 Schweizer Firmen zeigt, dass wirtschaftskriminelle Handlungen in allen Branchen und Unternehmensgrössen vorkommen. Davon betroffen sind rund Dreiviertel aller Unternehmen.
Mit 42 Prozent stellen betrügerische Delikte das grösste Problem dar. Auf dem zweiten Platz folgen Bestechung und Korruption mit 12 Prozent. Datendiebstahl sowie die Verletzung von Urheberrechten sind mit 10 Prozent die am dritthäufigsten genannten Straftaten.