YouTube-Auftritt mit Spotsammlung

Migros - Dem viralen Marketing auf der Spur.

Die Migros hat seit kurzem eigene Auftritte auf YouTube. Zu finden ist eine Sammlung von Werbespots des Schweizer Detailhandelsriesen. Zurzeit sind 34 Videos hochgeladen. Weitere 75 Spots findet der Interessierte auf YouTube im Rahmen einer Produktzusammenstellung und auch Migros Do it+garden hat seinen eigenen Auftritt. Am Freitag neu aufgeschalten wurde zudem der YouTube-Auftritt der M08-Kampagne. Sämtliche bisherige TV-Shows können dort nochmals angesehen werden.

"Wir haben festgestellt, dass sehr viele Migros-Fans unsere Werbespots auf YouTube hochgeladen hatten. Viele Besucher haben diese Spots angeschaut und sehr gut bewertet. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, Youtube-Kanäle standardmässig für unsere Werbespots zu nutzen", erklärt Cinzia Venafro, Corporate Communications Migros, auf Anfrage von "persoenlich.com". Mit dem Auftritt biete sich die Möglichkeit, den Fans und Kunden eine möglichst vollständige Übersicht über die Migros-Werbung an einem Ort zu ermöglichen.

Eine Alternative sei zwar auch die eigene Website migros.ch, wo ebenfalls viele Spots abgelegt sind, auf Youtube erreiche man aber eine zusätzliche Zielgruppe. "Gleichzeitig ist YouTube für uns natürlich eine spannende Erfahrung in Bezug auf das Thema Web 2.0 und die Möglichkeiten des viralen Marketings, deshalb beobachten wir die Entwicklung dort jetzt sehr intensiv", so Venafro.

Künftig mehr als nur eine Spotsammlung?

Hat man bei der Migros also grössere Pläne als nur eine Sammlung von Werbespots ins Netz zu stellen? Venafro: "Wenn wir der Überzeugung sind, dass unsere Kunden diese Art von Kommunikation schätzen sind wir durchaus bereit, hier mit ein paar zusätzlichen innovativen Ideen für Furore zu sorgen."

Nahe liegen würde es, wenn die Migros in einem ersten Schritt auch auf User Generated Content setzen würde und von Usern selber kreierte Spots aufnehmen würde. Beispiele dafür gibt es bereits. So eine mit der Kamera festgehaltene Zündung einer M-Budget-Tischbombe oder verschiedene M-Budgets-Stories.

Grundsätzlich kann man sich bei der Migros auch vorstellen, YouTube als zusätzlichen Kommunikationskanal zu verwenden und beispielsweise Interviews zu wichtigen Neuerungen oder Veränderungen auf die Plattform zu stellen. "Wir sind aber der Meinung, dass dies zurzeit keinem aktuellen Kundenbedürfnis entspricht", sagt Venafro.

Auf YouTube und anderen ähnlichen Kanälen sei in erster Linie das unterhaltsame oder überraschende Element für den Erfolg verantwortlich. "Wir setzen deshalb für die offizielle Kommunikation weiterhin auf die bestehenden, traditionellen Kanäle und auch auf unsere Internet-Auftritte." (sw)