Der Druck auf die schweizerische Verpackungsindustrie bleibt hoch: Die Gründe dafür sind der starke Franken sowie die ausländische Konkurrenz. Das Schweizerische Verpackungsinstitut (SVI) zeigt sich trotzdem verhalten optimistisch. Die Verpackungswirtschaft in der Schweiz habe sich trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds behaupten können, teilte der Branchenverband am Dienstag beim Neujahrsgespräch in Spreitenbach AG mit. Der starke Franken stelle aber nach wie vor eine grosse Herausforderung dar. Ausserdem versuchten ausländische Anbieter, in der Schweiz Fuss zu fassen. In der Folge verschärfe sich der Konkurrenzkampf und der Druck auf die Margen steige.
Im vergangenen Jahr hatte das SVI die Detailhändler Migros und Coop für den Preisdruck mitveranwortlich gemacht, weil diese die Preise der Schweizer Verpackungsindustrie mit jenen der ausländischen Konkurrenz verglichen. Qualität und Sicherheit im Verpackungswesen seien aber nicht im unteren Preissegment erhältlich, hiess es dazu am Dienstag.
Moderates Wachstum
Die Zahlen für das vergangene Jahr gibt die Dachorganisation der Verpackungsindustrie erst im Juni bekannt. Nachdem 2010 ein Umsatzplus von 7,5 Prozent resultiert hatte, stagnierten die Einnahmen der Branche im Jahr 2011. SVI-Präsident Philippe Dubois zeigte sich mit Blick auf das laufende Jahr verhalten zuversichtlich: "Das Wachstum in unserer Branche ist moderat. Grundsätzlich ist die Stimmung aber auf einem tiefen Niveau optimistisch." Im neuen Jahr, in dem das Verpackungsinstitut seinen 50. Geburtstag feiert, will die Dachorganisation der Verpackungsbranche den Fokus speziell auf das Thema Nachhaltigkeit richten. Bei der Mitgliederversammlung im Juni vollzieht das SVI ausserdem einen Namenswechsel und heisst danach "Verband der schweizerischen Verpackungsindustrie". Das SVI zählt rund 250 Mitglieder, die zusammen etwa 19'000 Personen beschäftigen. (sda)

