Nachdem Zürich Tourismus mit der ersten "ZH2O"-Flasche glorios gescheitert war -- das Souvenir aus rostfreiem Edelstahl rostete eben doch -- nimmt die Organisation mit der Neuauflage der Zürich-Flasche einen zweiten Anlauf. Dafür hat man sich mit dem Schweizer Trinkflaschenhersteller Sigg einen ausgewiesenen Spezialisten ins Boot geholt. Das berichtet der Tages-Anzeiger am Mittwoch.
Rückblende: Die Trinkwasserflasche "ZH2O", die 2005 den Innovations-Wettbewerb "das coolste Souvenir von Zürich" gewonnen hat, musste letztes Jahr eingestampft werden. Grund war ein Produktionsfehler: Bei einem Teil der in China produzierten Trinkflaschen traten Rostflecken auf. Zürich Tourismus versicherte damals, die Flasche zu einem späteren Zeitpunkt und mit einem neuen Produktionspartner wieder auf den Markt zu bringen.
Dieses Versprechen wurde nun eingelöst. Am Dienstag präsentierten die Touristiker zusammen mit Sigg die neue alte Flasche. Das Desaster der ersten Auflage ist aber unvergessen. "Wir wollen uns mit dieser Flasche nicht blamieren, die Produktion wird vor Ort dauernd überwacht", erklärte der Sigg-CEO an der Präsentation. Auch Zürich Tourismus gibt sich kleinlaut: "Wir sind nicht immer auf alle Flaschen stolz gewesen", so Präsident Nussbaumer.
Mit Sigg an Bord soll sich nun alles zum Besseren wenden. Das Unternehmen produziert jährlich drei Millionen Trinkflaschen. Die Herstellung der ZH2O-Flaschen ist aber sehr aufwändig; Sigg musste dafür für die neue Produktionsmethode eigenes Werkzeug entwickeln, die mit einer siebenstelligen Investionssumme zu Buche schlagen soll. Das hat auch für die Käufer seinen Preis: statt bisher 25 Franken soll die neue High-End Flasche 35 Franken kosten.