Der Sportartikelkonzern Puma verzeichnet schon vor Beginn der Fussball-EM steigende Umsätze mit Fussballartikeln und erwartet im Gesamtjahr weiter kräftiges Konzernwachstum. "Wir erwarten nicht, dass die Europameisterschaft unsere Umsätze weltweit stark ankurbelt, aber der Fussball-Bereich entwickelt sich gut mit zweistelligem Wachstum", sagte Vorstandschef Jochen Zeitz am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters in Herzogenaurach bei Nürnberg. Steigende Verkaufszahlen gebe es etwa mit dem Fantrikot der italienischen Nationalmannschaft, die Puma unter Vertrag hat. Auch die Schweizer Nationalelf wird von Puma ausgerüstet.
Sportartikelkonzerne wie Puma setzen grosse Hoffnungen auf die am Wochenende beginnende Fussball-Europameisterschaft in Portugal. Das Sportereignis soll die dort vertretenen Marken bekannter machen und die Umsätze ankurbeln. Dominierte vor einigen Jahren noch Pumas Erzrivale Adidas- Salomon klar das Fussballgeschäft, so ist die Konkurrenz diesmal so ausgeglichen wie kaum zuvor: Adidas hat bei der EM fünf Mannschaften unter Vertrag, Puma und Branchenprimus Nike jeweils vier Teams. Für seine Jahresprognose, wonach der Umsatz 2004 um 15 bis 20 Prozent und der Gewinn vor Steuern sogar um mehr als 30 Prozent wachsen soll, sieht sich der Traditionskonzern auf Kurs. Puma ist den letzten Jahren dank seiner Sportmode für die Freizeit stark gewachsen und konnte 2003 zum dritten Mal in Folge seinen Gewinn vor Steuern mehr als verdoppeln.