"10vor10" kassiert einen Rüffel vom Ombudsmann

SRF - Fernsehbeitrag suggeriert, in der Bundesverwaltung nähmen die Korruptionsfälle zu.

Ombudsmann Achille Casanova hat einer Beschwerde gegen "10 vor 10" Recht gegeben, dies berichtet nzz.ch am Mittwoch. Auslöser war der stellvertretende Direktor der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK), der sich über einen Bericht des SRF-Magazins vom 14. November 2013 über zunehmende Korruption beklagt hatte. Darin ging es auch um das umstrittene Informatikprojekt "Insieme" des Bundes. Laut Casanova wird im "10vor10"-Beitrag behauptet oder zumindest suggeriert, in der Bundesverwaltung nähmen die Korruptionsfälle zu. Dieser Eindruck werde durch eine falsche Interpretation von Zahlen verstärkt. Resultat sei ein Bericht, der das Publikum nicht in die Lage versetze, sich über die Korruption in der Bundesverwaltung eine eigene Meinung zu bilden, schreibt der Ombudsmann in seiner Stellungnahme. (nzz)