"10vor10"-Moderatoren bewertet

Facts - Maier und Klapproth am kompetentesten.

Facts hat zusammen mit dem Publizisten und Medienberater Alexander Niemetz die Moderationsstile des "10vor10"-Teams analysiert. Fazit: Stephan Klapproth und Christine Maier wirken kompetent und überzeugend souverän -- Cornelia Boesch, Susanne Wille und Daniela Lager haben Potenzial, doch noch zu wenig eigenen Stil.

Christine Maier sei moderationsstark und glaubwürdig und verfüge über ein solides Hintergrundwissen, urteilt Experte Niemetz. Zudem habe sie eine natürliche Präsenz und pflege ein gutes Spiel mit der Kamera. Christine Maier ist für Daniela Lager als Ersatz während der Babypause eingesprungen und wird "10vor10" noch bis Ende Jahr moderieren. Ausserdem moderiert sie die Diskussionssendung "Zischtigsclub".

Stephan Klapproth, seit 12 Jahren bei der Infotainment-Sendung, überzeuge unter anderem mit seinem Witz. Zudem lobt Niemetz Klapproths Sprache als "sehr formulierungsstark". Klapproth sei souverän in der Themenpräsentaton, was zusammen mit seinem angenehmen Moderationsstil und der natürlichen Präsenz zu einer hohen Glaubwürdigkeit führe.

Cornelia Boesch hat laut Niemetz Potenzial. Allerdings müsse sie noch ihren eigenen Stil entwickeln. Sie habe eine positive Ausstrahlung, eine hohe Präsenz und einen guten Umgang mit der Kamera. Manchmal jedoch komme ihre Moderation "zu nachrichtenmässig" daher. Man merke ihr an, dass sie bisher Nachrichten in der "Tagesschau" gelesen habe. Dorthin kehrt Boesch Ende Monat auch zurück.

Susanne Wille sei sehr sympathisch, präsent und geübt im Umgang mit der Kamera. Niemetz stellt jedoch ihre Sachkompetenz in Frage. Sie verfüge jedoch über Potenzial. Ihre Sprache sei "sehr glatt formuliert und wenig moduliert". Wille reagiert überrascht auf Niemetz' Vorwürfe der mangelnden Sachkompetenz: "Meine Vorgesetzten attestieren mir mein Fachwissen regelmässig", sagt Wille gegenüber Facts. Dass sie manchmal eine undeutliche Aussprache hat, weiss sie: "Ich arbeite an meiner Sprachkompetenz".