Ringier kauft die Programmzeitschrift TV vier. Gleichzeitig wird der eigene Titel Tele konzeptionell und optisch überarbeitet und wieder stärker als klassische Programmzeitschrift positioniert. In der Folge werden 8.1 Stellen abgebaut, wovon 13 Personen betroffen sind. Dies gab Ringier am Mittwochnachmittag bekannt.
Die Ergebnisse einer umfassenden und gründlichen Analyse des TV-Zeitschriftenmarktes hätten zu einer Weiterentwicklung bei Tele geführt, wie es weiter heisst. Schwerpunkte wie Information, Unterhaltung und Schweizer Themen sollen in der Berichterstattung neu vermehrt im Vordergrund stehen. Zudem werde der Programmteil, welcher die Hinweise, die Tageshighlights und die Spielfilmbesprechungen umfasst, lesefreundlicher und übersichtlicher gestaltet.
Der neue Claim lautet: "Das Schweizer TV- und Kino-Magazin". Dieser inhaltliche Anspruch soll mit einem optisch ruhigeren und hochwertigeren Layout unterstrichen werden. Tele erscheint am 15. Oktober mit Ausgabe 43 erstmals in überarbeiteter Form.
Im Rahmen dieser Weiterentwicklung wird auch die redaktionelle Struktur angepasst. Dies führt zu einem Abbau von 8.1 Stellen, wovon 13 Personen betroffen sind. Für die austretenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei in Abstimmung mit der Ringier-Personalkommission ein Sozialplan erarbeitet worden, "dessen Leistungen deutlich über den gesetzlichen Anforderungen liegen". Wie bereits früher kommuniziert, erfolgt die Berufung des neuen Chefredaktors von Tele im Herbst. Dieser wird das neue Konzept am Markt umsetzen.
Zur Stärkung ihrer Position im Programmzeitschriftenmarkt erwirbt die Ringier AG zudem von der Vierwaldstätter Verlags GmbH die Zeitschrift TV vier. Diese wurde 2001 lanciert, erscheint alle vier Wochen in einer Auflage von rund 60'000 Exemplaren und ist im Tiefpreissegment angesiedelt. Inhaltlich konzentriert sich TV vier auf reine Programmhinweise sowie Rätselseiten. Die Zeitschrift wird vollumfänglich von externen Lieferanten konfektioniert; TV vier beschäftigt folglich keine eigenen Redaktions- oder Verlagsmitarbeiter. Ringier wird diesen Produktionsprozess beibehalten.