Das vergangene Jahr war ein schmerzhaftes für die deutschen Zeitschriftenverleger: Die Anzeigenseiten gingen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 16,4 Prozent zurück. Dies berichtet der deutsche Branchendienst kress.de. Schuld sind die Konjunkturkrise und die damit einher gehende Flaute auf dem Werbemarkt besonders aus den Branchen Automobil, Finanzen und Telekommunikation blieben Etats aus. Die drei anzeigenstärksten Titel verloren durch die Bank: Der "Stern" büsste 24 Prozent seiner Anzeigenseiten ein und kam im vergangenen Jahr auf insgesamt 2'664 Anzeigenseiten, der "Spiegel" verlor 23 Prozent und verbuchte 2'408 Anzeigenseiten, der "Focus" bekam mit 2'297 Anzeigenseiten 27 Prozent weniger als 2008.
Bei der Prognose für 2010 geben sich die Verleger vorsichtig zurückhaltend: Der Verband rechnet mit keiner schnellen Erholung geht aber auch davon aus, dass der Tiefpunkt der Entwicklung erreicht ist. Mit einer Stabilisierung der Wirtschaft rücke auch die Markenpflege und die Kundenbindung wieder stärker ins Blickfeld der Unternehmen, liess er verlauten.