16 Stellen in Gefahr

RSI - Tessiner Staatssender müssen sparen.

Beim Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz (RSI) stehen aus Spargründen 16 Stellen auf dem Prüfstand. Ab dem 1. Januar 2010 wird unter anderem die Unterhaltungssendung "LaTele" gestrichen. Reduziert wird auch die Produktion von eigenen Filmen und Serien. RSI-Direktor Dino Balestra verteidigte diese Sparmassnahmen im Umfang von rund 10 Millionen Franken am Montag in Lugano vor den Medien. Es handle sich um nichts Aussergewöhnliches.

Auch in den vergangenen Jahren habe man bei der Budgetplanung jeweils nicht alle Wünsche der Programmverantwortlichen erfüllen können. Für die betroffenen Mitarbeiter der gestrichenen Sendegefässe würden andere Beschäftigungen innerhalb des Unternehmens gesucht. Entlassungen sollen laut Balestra vermieden werden. Balestra wies zudem den Vorwurf zurück, wonach die RSI-Verantwortlichen einen "unüberlegten, autoritären und unverantwortlichen Führungsstil" hätten, wie das Syndikat Medienschaffender (SSM) vergangene Woche geschrieben hatte.

Die Unzufriedenheit und Verärgerung der Angestellten führte Balestra auf den Wandel in der Medienbranche mit den ständig wechselnden Anforderungen an die Journalisten zurück. Den Vorwurf des verschwenderischen Umgangs mit Gebührengeldern liess Balestra ebenfalls nicht unwidersprochen auf sich sitzen. So sei beispielsweise die Einführung eines neuen Logos wegen des Konvergenz-Projektes unvermeidlich gewesen. Die Radiotelevisione svizzera di lingua italiana änderte dabei ihre Abkürzung von RTSI in RSI. Das neue Logo mit den drei Buchstaben sei von der SRG-Generaldirektion als vorbildlich gelobt worden, sagte Balestra.

Auch die SRG-Tochtergesellschaften in der Deutschschweiz und in der Romandie würden demnächst mit einem neuen Logo aufwarten. Der neue Auftritt der RSI kommt beim Publikum offenbar an. Laut Balestra konnten sowohl das Radio als auch das Fernsehen ihre Marktanteile behaupten. (sda)