Die Basellandschaftliche Zeitung (bz) ist 175 Jahre alt. Das in Liestal erscheinende erscheinende Blatt hat das Jubiläum am Mittwoch mit einer Extra-Ausgabe begangen.
Die bz ist die viertälteste Zeitung der Schweiz, wie bz-Verleger Mathis Lüdin in einem Interview in der Extraausgabe festhält. Ihr hohes Alter verdanke sie der Gründung des Kantons Baselland im Jahre 1832: Für Verlautbarungen brauchte der neue Kanton, der 2007 ebenfalls sein 175-Jahre-Jubiläum feiert, auch eine Zeitung.
Gegründet wurde diese unter dem Titel "Der unerschrockene Rauracher", redigiert vom damaligen Baselbieter Landschreiber Benedikt Banga und gedruckt im Regierungsgebäude in Liestal. Danach wurde sie noch acht Mal umbenannt, bis sie 1854 den heutigen Namen erhielt, wie aus einem geschichtlichen Abriss in der Extra-Ausgabe hervorgeht.
1861 ging die bz in den alleinigen Besitz von Matthias Lüdin, Ururgrossvater der heutigen Besitzergeneration, über. 1992 übernahm sie die in Basel erscheinende Nordschweiz. Seit September 2006 erscheint sie im Verbund der Mittelland Zeitung (MZ) und ab kommendem 16. September mit der MZ auch sonntags. Die Auflage liegt bei 23'500 Exemplaren.
Die bz war nicht nur in ihren Anfangszeiten stark mit dem Kanton Baselland verbunden. In den Debatten über die Wiedervereinigung mit Basel-Stadt in den 1960er-Jahren machte sie sich für die Selbständigkeit des Baselbiets stark. Heute sieht Lüdin die bz "in Bestform" und als "echte Alternative zur Zeitung aus der Stadt".

