Die Krebsliga fordert seit Jahren einen Sendeplatz beim Schweizer Fernsehen -- ohne Erfolg. Bislang blitzte die Organisation mit ihrem Anliegen am Leutschenbach stets ab. Die "Krebsgala" war deshalb gezwungen, auf private Sendegefässe auszuweichen. Mit einer Petition will die Krebsliga nun den Druck auf das Schweizer Fernsehen erhöhen. Wie die "Basler Zeitung" berichtet, findet die Unterschriftenaktion im Publikum grosse Resonanz: Innerhalb von nur einem Monat haben bereits 18'000 Personen die Petition unterzeichnet.
Die Krebsliga hat die Hoffnung noch nicht verloren, dass das Schweizer Fernsehen von seiner Position abrückt. "Wir haben Anzeichen, dass sich etwas bewegen könnte", erklärt Bruno Meili, Geschäftsführer der Krebsliga Schweiz auf Anfrage der BaZ. Noch in diesem Monat will seine Organisation der SRG die Unterschriften übergeben. Meili hofft dabei, dass die grosse Zahl der Supporter -- unter ihnen Krebsspezialist Frankco Cavalli und die interimistische Valora-VR-Präsidentin Beatrice Tschanz -- die SRG-Bosse beeindrucken wird.
Laut Meili könnte eine "Krebsgala" auf SF 1 zwei bis drei Millionen Franken Spendengelder einbringen. Mit der bislang von Ringier TV produzierten "Krebsgala" betrug das Spendenaufkommen nur zwischen 400'000 und 1.1 Millionen Franken. Bei der letzten Gala vom vergangenen November wurden 600'000 Franken zugesagt. Dabei muss sich die "Krebsgala" jedoch mit geschätzten 150'000 Franken an den Produktionskosten beteiligen.
Letzteres bewog den "Kassensturz" dazu, einen kritischen Beitrag auszustrahlen, was laut Meili dazu führte, dass ein grösserer Anteil der zugesagten Spenden nicht überwiesen wurde als in den Jahren zuvor. Der Beitrag des "Kassensturz" hat der Krebsliga damit geschadet.