20 Minuten überflügelt Blick

- Die Gratiszeitung 20 Minuten ist im vergangenen Jahr lesermässig zur grössten Tageszeitung der Schweiz geworden. Dies ergibt die jährlich erhobene Wemf-Strudie "Mach Basic". Mit einer Reichweite von 782'000 Leserinnen und Lesern überflügelt das Pendlerblatt den langjährigen Spitzenreiter Blick. "persoenlich.com" präsentiert die neuen Reichweitenzahlen der wichtigsten Titel:

Der Blick vermochte je Ausgabe 736'000 Personen zu erreichen, 15'000 mehr als im Vorjahr. Die Differenz liegt allerdings ausserhalb des statistisch signifikanten Bereichs, so dass korrekterweise nicht von einer Veränderung gesprochen werden kann. Signifikant sind nur die in der Tabelle gelb markierten Werte.

Ausserdem war die WEMF-Erhebung für 2002 noch nach den Resultaten der Volkszählung 1990 gewichtet worden. Um die Resultate von "Basic 2004" mit jenen von 2003 vergleichbar zu machen, passte die WEMF ihre Zahlen von 2002 an die demografische Umgewichtung an. Dadurch entstanden in einigen Fällen andere Zahlen.

Im weiteren unterschied die WEMF in der aktuellen Studie erstmals zwischen Lesenden von Gross- und Normalauflagen bei den Tageszeitungen. Für die Rangliste erwies sich das als belanglos, da die rangierten Zeitungen keine Grossauflagen herstellen.

Bitte geben Sie hier den Text zum Bild ein

20 Minuten hatte im Vorjahr mit einer Reichweite von 692'000 noch 90'000 weniger Leser ausgewiesen. Mit 573'000 Leserinnen und Lesern behauptete sich der Tages- Anzeiger 2003 auf dem dritten Platz, wohin er 2002 von 20 Minuten verdrängt worden war. Die Tagi-Leserschaft schrumpfte damit um -- statistisch wiederum nicht relevante -- 3000, wie die Wemf AG für Werbemedienforschung am Montag zu ihrer neuesten Erhebung "MACH Basic 2004" mitteilte.

Als Nummer Vier in der Schweizer Tageszeitungslandschaft stellte sich die Berner Zeitung aufgrund der wegen der Volkszählung 2000 neuen Berechnungsgrundlage mit einer Reichweite von 426'000 Lesern heraus. Sie tauschte damit den Platz mit der Mittelland-Zeitung, die auf 381'000 Leserinnen und Lesern nach 373'000 im Vorjahr kam.

Unverändert rangierte die Neue Zürcher Zeitung mit 316'000 Lesenden auf Platz Sechs. Sie musste allerdings Federn lassen; 2002 hatte ihre Reichweite noch 343'000 betragen.

Hinter der NZZ taucht in der Reichweiten-Hitparade die erste französischsprachige Tageszeitung auf: Le Matin weist 331'000 Lesende aus. Die Zahlen des Matin beziehen sich, genau wie bei den Deutschschweizer Zeitungen, nur auf den eigenen Sprachraum.

Bitte geben Sie hier den Text zum Bild ein

290'000 Leserinnen und Leser weist die WEMF-Erhebung der Neuen Luzerner Zeitung zu; 249'000 der Südostschweiz; 245'000 der Nummer Zwei der frankophonen Schweiz, 24 Heures. Das St. Galler Tagblatt erreichte 239'000 Aktualitätshungrige und die Basler Zeitung deren 221'000.

Die Sonntagspresse büsste leicht ein. Der Wert des Vorjahrs lag aber wegen der neu eingeführten NZZ am Sonntag relativ hoch. Die Wemf teilt mit, dass die neue Deutschschweizer Sonntagszeitung den Lesermarkt um 4 Prozent ausweitete.

Schweizers liebste Sonntagslektüre blieb nach wie vor der SonntagsBlick mit 977'000 Lesenden nach 998'000 im Vorjahr. Die Sonntagszeitung kam auf 790'000 (2002: 831'000), der welsche Matin dimanche in seinem Sprachraum auf 601'000 und die NZZ am Sonntag auf 433'000 Leser (464'000).

Bitte geben Sie hier den Text zum Bild ein

Die Schweiz hat immer noch eine grosse Zeitungs- und Zeitschriftenleserschaft, weist die WEMF weiter aus. 97 Prozent lesen mindestens eine Zeitung, 94 Prozent lassen sich die Lektüre von Zeitschriften nicht entgehen.

Bitte geben Sie hier den Text zum Bild ein

Bitte geben Sie hier den Text zum Bild ein

In diesem Sektor der Printmedien legten 2003 die Fernseh- Zeitschriften zu, von denen sich 55 Prozent der Schweizer bei der Programm-Wahl beraten lassen. Die Wirtschaftspresse stösst bei 22 Prozent auf Anklang, Frauenzeitschriften bei 24 Prozent.

Bei den zu bezahlenden Zeitschriften vermochte erstmals Ktipp den langjährigen Spitzenreiter Beobachter zu überholen. Zum Ktipp griffen in der Deutschschweiz 1.109 Millionen Menschen, des Beobachter bedienten sich 1.09 Millionen. In der Schweizer Illustrierten schmökerten 1.04 Millionen. Facts kam auf 471'000 Lesende nach 521'000 im Vorjahr. Die drei sprachregionalen Ausgaben der Coop-Zeitung fanden 3.21 Millionen Lesende, das dreisprachige Migros-Magazin 2.78 Millionen.