2003 mit weniger Gewinn

Edipresse - Werbeeinnahmen um weitere knapp 5 Prozent zurückgegangen.

Das Westschweizer Verlagshaus Edipresse hat im vergangenen Jahr einen Rückgang des Gewinns um 13 Prozent auf 11.8 (13.6) Mio. Franken hinnehmen müssen. Der Umsatz kletterte auf 804.5 (705.8) Mio. Franken. Dies ist aber in erster Linie Zukäufen zu verdanken. "Diese Resultate sind trotz allem zufriedenstellend", erklärte Verwaltungsratspräsident Pierre Lamunière am Dienstag vor den Medien. Die Gruppe habe insbesondere die Kosten im Griff. Der Nettogewinn vor Abschreibungen hat um 38.2 Prozent auf 36.3 Mio. Franken zugenommen. Das Betriebsergebnis EBITDA stieg um 10.8 Prozent auf 84.4 Mio. Franken.

Die Umsatzsteigerung um 14 Prozent auf 804.5 Mio. Franken ist auf die Übernahme der Corbaz-Gruppe in der Schweiz, von Edimpresa in Portugal und von Focus Ediciones in Spanien zurückzuführen. Auf vergleichbarer Basis ging der Umsatz leicht um 1.2 Prozent zurück. Während die Verkäufe gesteigert werden konnten, gingen die Werbeeinnahmen im vergangenen Jahr um weitere 4.8 Prozent zurück. Mit 493 Mio. Franken machte der Schweizer Markt 61.3 Prozent des Umsatzes aus.

In Spanien Nummer Zwei

Im Ausland stellen Spanien (18.8 Prozent), Polen (9.5 Prozent) und Portugal (7.1 Prozent) die wichtigsten Märkte dar. In Spanien ist das Waadtländer Medienhaus künftig die zweitgrösste Gruppe der Branche. In Portugal hat Edipresse seine Beteilung an Edimpresa auf 50 Prozent erhöht. Sowohl auf der iberischen Halbinsel wie in Osteuropa hat Edipresse 2003 mehrere Magazine lanciert. Obwohl sich die Gruppe derzeit auf den Magazin-Markt konzentriert, schliesst Lamunière Investitionen in die Tagespresse der jeweiligen Länder nicht aus, "sofern dies als zweckmässig erscheint."

Harziger Werbemarkt