Der Zürcher Jean-Frey-Verlag hat im vergangenen Jahr 10.7 Millionen Franken Gewinn und 92.7 Millionen Umsatz erzielt. Der Dampfer Beobachter trug am meisten dazu bei, während das Flaggschiff Weltwoche weder Verlust noch Gewinn schrieb. Der Umsatz des Verlags sank um 1.5 Prozent, der Gewinn stieg um 17.6 Prozent. Der 2002 von der Basler Mediengruppe an eine Aktionärsgruppe um Financier Tito Tettamanti übergegangene Zürcher Verlag präsentierte am Mittwoch den Medien erstmals Zahlen eines Kalenderjahres.
Die Jean Frey AG schüttet gemäss Finanzchef Marcel Hürlimann keine Dividende aus. Dass das Geld in der Firma bleibt, zeige, dass die Aktionäre an der langfristigen Entwicklung interessiert sind und den Verlag nicht als Cash-cow sehen, sagte CEO Filippo Leutenegger. Der Rückgang beim Umsatz entspricht laut Leutenegger dem Trend in der Branche. Der FDP-Nationalrat zeigte sich gesamthaft zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2004: Es sei gelungen, die Kosten zu minimieren und die Erträge teilweise zu steigern.
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Das Flaggschiff, die Weltwoche, schrieb 2004 weder einen Verlust noch Gewinn. Leutenegger dementierte Medienberichte, wonach das Wochenmagazin unter dem ehemaligen Chefredaktor Roger Köppel Auflagen-Verluste von 12'000 Exemplaren erlitten hatte, räumte aber ein, dass die Auflage im Herbst 2003 einen Knick gemacht hatte. Nach dem rasanten Aufstieg nach dem Wechsel zum Magazin-Format im Mai 2002 hätte er aber einen noch höheren Einbruch erwartet. 2004 habe sich die Auflage wieder positiv entwickelt. Ob dies mit dem neuen Chefredaktor Simon Heusser zusammenhänge, könne ein Zufall sein. Im Vergleich zum Magazin Facts ortete Leutenegger bei der Reichweite der Weltwoche aber noch Potenzial.
Die beiden anderen Verlagserzeugnisse haben markante Änderungen hinter sich: Das Wirtschaftsmagazin Bilanz erscheint seit Januar 2005 zweimal monatlich; das Fernsehmagazin TR 7 heisst neu TV-Star. Bei der Bilanz reagierte man laut Leutenegger auf die Bedürfnisse des Marktes, TV-Star wechselte zuerst den Inhalt und passte dann den Namen an.
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