2005 ist das Jahr des Frank A. Meyer

FAZ - Schröder soll Ringier am Freitag einen Besuch abstatten.

Am Freitag könnte es laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung FAZ so weit sein: alt Bundeskanzler Gerhard Schröder soll im Ringier-Pressehaus an der Dufourstrasse seinem neuen Arbeitgeber eine Visite abhalten. Aus diesem Anlass rückt die deutsche Traditionszeitung den "Drahtzieher des Deals", Frank A. Meyer, in den Fokus. Sie porträtiert den Chefpublizisten, den "eine Aura von Verschwörungstheorien und Verfolgungswahn umgibt" und "auch seine eigene Wahrnehmung der Wirklichkeit bestimmt", in einem ausführlichen Artikel .

2005 ist das Jahr des Frank A. Meyer, schreibt FAZ-Autor Jürg Altwegg: "Gerade erschien sein Buch: Ein Gespräch mit Joachim Fest und Wolf Jobst Siedler. Doch seine Sternstunde als Intellektueller schlug schon zuvor -- als Schröder am Wahlabend ins Fernsehen kam. Entweder hatte man ihm falsche Zahlen eingeflüstert und einen Sieg suggeriert. Oder er hatte gerade Meyers Kolumne in Cicero gelesen." Mit Schröder setze der Konzern Ringier den Kontrapunkt zur Sexaffäre um Botschafter Borer: "Er ist die Beute, die Frank A. Meyer aus Berlin nach Zürich gebracht hat -- seine edelste Trophäe, ein Geschenk für seinen Verleger."

Über das erste Zusammentreffen "eines der grossen Staatsmänner der heutigen Zeit" (Ringier) mit "einer der grossen Verlegerpersönlichkeiten" (Schröder) kursieren laut FAZ zwei Versionen: Zu Bild sagte Michael Ringier, dass Manfred Bissinger ihn mit dem Kanzler zusammenbrachte, man habe im Berliner "Adlon"“ gespiesen. Im Tages-Anzeiger dagegen erklärte Meyer, er habe an einem Abend in Berlin für Gerhard Schröder und Michael Ringier gekocht, so hätten sich die beiden kennengelernt." Ist Meyer etwa Koch im "Adlon"? habe daraufhin Roger De Weck gespottet.