Die SRG schliesst das Geschäftsjahr 2006 mit einem Defizit ab. Der Verlust beläuft sich auf 25 Millionen Franken (Vorjahr: 1 Million Franken). Das negative Jahresergebnis wird nach Angaben der SRG im Wesentlichen verursacht durch hohe Rechte- und Produktionskosten der Sportgrossanlässe Olympische Winterspiele Turin und Fussball-WM Deutschland sowie durch Aufwendungen für die Digitalisierung der Programmverbreitung (DAB, DVB-T).
Die Einnahmen fallen leicht höher als im Vorjahr aus. Der Betriebsertrag ist im abgeschlossenen Geschäftsjahr um 0.6 Prozent leicht angestiegen und beläuft sich auf 1.5 Milliarden Franken. Eine Zunahme ist laut SRG hauptsächlich beim kommerziellen Ertrag zu verzeichnen. Der Betriebsaufwand ist mit einer Zunahme von 2.5 Prozent stärker angestiegen als der Umsatz. Insbesondere beim Programm- und Produktionsaufwand sei -- bedingt durch die sportlichen Grossanlässe und die Digitalisierung der Programmverbreitung -- ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.
Die hohen Kosten im Zusammenhang mit der Fussball-WM, den Olympischen Winterspielen und der Digitalisierung der Programmverbreitung entstanden aber nicht unerwartet. "Wir haben damit gerechnet und deshalb sogar einen Verlust von gut 50 Millionen Franken budgetiert", sagte Daniel Steiner, Mediensprecher der SRG.
Das demnach gute Ergebnis sei dank einer besseren zweiten Jahrehälfte erreicht worden. "Wir hatten vor allem einen höheren kommerziellen Ertrag als erwartet", sagte Steiner. Die Deckung der 25 Millionen Verlust seien ausserdem gesichert. Ende 2005 habe die SRG Eigenkapital von über 600 Millionen Franken ausgewiesen.

