Die "Basler Zeitung Medien" (BZM) haben 2007/08 mehr umgesetzt, aber weniger verdient: Der Gruppenumsatz legte um 0,6 Prozent auf 281,6 Mio. Fr. zu. Der Gewinn sank um 13,6 Prozent auf 7 Mio Franken, wie der BaZ-Donnerstags-Ausgabe zu entnehmen ist.
Das Stammhaus "Basler Zeitung" (BaZ) musste eine Umsatzeinbusse von 7,7 Prozent auf 127 Mio. Fr. hinnehmen, das eigene Gratisblatt "Baslerstab" eine Abnahme um 12,3 Prozent auf 20,6 Mio. Franken. Zugelegt haben die BZM-Druckereien: Birkhäuser+GBC um 2,8 Prozent auf 72,7 Mio. Fr, und Spezialprodukte um 3,7 Prozent auf 39,7 Mio. Franken.
Die Zahl der Angestellten sank per Ende Juni gegenüber dem Vorjahr um 26,6 Prozent auf 1283 Vollstellen. Dies liegt vor allem am Verkauf der Verteilfirma Prevag (532 Volljobs) an die Post - deren Umsatz von 11 Mio. Fr. ist nicht mehr eingerechnet. Die BZM-Investitionen werden auf 7,8 (Vorjahr: 6) Mio. Fr. beziffert.
Konjunktur-Opfer
Grund für erodierende Erträge seien schlechtere konjunkturelle Rahmenbedingungen. Im Vorjahr hatte die BZM noch einen Gewinnsprung von 4,3 Mio. auf 8,1 Mio. Fr. vermeldet, das beste Ergebnis seit über zehn Jahren. Bei gleicher Wirtschaftslage hatte BZM vor Jahresfrist für 2007/08 noch ein positives Resultat erwartet.
Als gewinnschmälernd werden auch Investitionen in gemeinsame Projekte mit Tamedia und "Berner Zeitung" genannt, namentlich die Gratis-Pendlerzeitung "news" und das neue Online-Netzwerk. Vertragsänderungen haben zudem das BaZ-Druckzentrum Umsätze gekostet. Seit 1. Januar führt die BZM überdies das Anzeigengeschäft in Eigenregie; vorher hatte es die Publicitas besorgt. Das Geschäft wird - ohne Zahlen - als Erfolg bezeichnet.
Massnahmen in Pipeline
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet BZM "trotz unsicherer Wirtschaftslage mit einem weiterhin positiven Resultat". BZM-Chef Beat Meyer erwartet indes im BaZ-Interview schmelzende Umsätze und höhere Produktionskosten. Massnahmen würden derzeit noch evaluiert, wobei er auch einen Stellenbau als Möglichkeit offen lässt.
Gemäss einem BZM-Communiqué sind die Voraussetzungen "für eine erfolgreiche und selbständige Zukunft" des Unternehmens geschaffen worden. Zur BZM gehören 14 Tochterfirmen. Das Stammhaus BaZ weist 436,3 Vollstellen aus, davon 300,8 bei Redaktion und Verlag. (sda)