Das International News Safety Institute (INSI) hat eine erschütternde Bilanz vorgelegt: In den ersten elf Monaten dieses Jahres sind 171 Medienleute bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit getötet worden. Dies sei die schlechteste Bilanz seit über einem Jahrzehnt. Der Untersuchung zufolge sind allein 64 Journalisten und deren Mitarbeiter im Irak ums Leben gekommen. Im vergangenen Jahr wurden 168 Todesfälle registriert. Als Reaktion rief das INSI zu einem besseren Schutz für Medienvertreter in aller Welt auf.
"Diese schreckliche Statistik kann als Tiefpunkt der Sicherheit und Fürsorge für den Medienstand angesehen werden", meint INSI-Präsident Chris Cramer. Das Jahr 2007 sei das blutigste seit Beginn der Erhebungen. 121 Journalisten sind bis Ende November in Ausübung ihres Berufs ermordet oder bei Kriegshandlungen getötet worden. Zählt man zu den ermordeten Journalisten noch die anderen getöteten Medienmitarbeiter wie Fahrer oder Übersetzer hinzu, erhöht sich die Zahl sogar auf 171. Von den in diesem Jahr Getöteten seien nach Angaben des INSI 34 bei Luft- oder Autounfällen gestorben, 15 seien versehentlich in Kreuzfeuer oder andere Angriffe geraten. Ein Fall sei bisher ungeklärt. (pte)