24 Stunden gegen Zensur im Internet

Reporter ohne Grenzen - Organisation setzt sich für Online-Dissidenten ein.

Am 12. März 2010, anlässlich des Internationalen Tages gegen Zensur im Internet, startet Reporter ohne Grenzen Schweiz erneut die Aktion "24 Stunden gegen Zensur im Internet". Diesmal mit einer Online-Aktion, bei der Internetbenutzer selbst erfahren sollen, wie es ist, wenn ihnen das Recht auf freie Meinungsäusserung genommen wird, schreibt die Organisation in einer Pressemitteilung vom Dienstag.

Auf verschiedenen Online-Auftritten von Schweizer Medien und auf der Webseite von Reporter ohne Grenzen Schweiz wird dann ein Kommentarfeld zu sehen sein, wie man es von vielen Webseiten kennt. Die Benutzer werden aufgefordert, Artikel zu kommentieren. Kaum beginnt man aber zu schreiben, macht sich der Cursor selbständig. Es wird ein vorgefertigter Text geschrieben und publiziert, auf den man keinen Einfluss hat.

So unheimlich dies ist, so harmlos ist es im Vergleich zu dem, was in zahlreichen Ländern mit Bloggern, Online-Journalisten, Internet-Dissidenten und kritischen Geistern, die das Medium Internet nutzen, passiert, schreibt die Organisation weiter. Zurzeit sind weltweit rund 120 Online-Dissidenten im Gefängnis. Das Internet hat es zwar einfacher gemacht, mit relativ geringem Aufwand Informationen und Meinungen an ein grosses Publikum zu bringen. Gleichzeitig ist aber auch die Chance gestiegen, dafür eingesperrt zu werden.

Reporter ohne Grenzen widmet diesem Medium grosse Aufmerksamkeit, unterstützt Internet-Dissidenten und kämpft gegen Internetzensur. Aus diesem Grund wurde 2008 der Internationale Tag gegen Zensur im Internet lanciert, der jeweils am 12. März stattfindet. Dieses Jahr begeht ihn ROG Schweiz mit dem interaktiven Kommentarfeld, das von der Agentur Futurecom entwickelt wurde und für Überraschung bei Internetbenutzern sorgen wird.