Die NZZ-Tochter Freie Presse Holding AG (FPH) übernimmt rund 37 Prozent an der Zürcher Oberland Medien AG (ZO). Dabei handelt es sich um das Paket, das sich im Besitz der Vermögensverwalterin Albin, Kistler, Partner AG (AKP) befindet. Der ZO-Verwaltungsrat habe sich zu diesem Schritt entschlossen, weil damit die Unabhängigkeit des regionalen Presseunternehmens abgesichert werde und man die strategischen Ziele zur Stärkung der Zürcher Regionalpresse breiter abstützen könne, wie er in einer Mitteilung schreibt.
Längere Zeit war das Aktienkapital der Zürcher Oberland Medien AG auf rund 650 Aktionäre breit gestreut. In den letzten knapp zwei Jahren hat die Vermögensverwalterin AKP grössere Pakete an ZO-Aktien erworben. Auf Grund der statutarisch bestehenden Vinkulierungsbestimmungen und im Bestreben darum, die Selbstständigkeit des Unternehmens zu wahren, habe sich der Verwaltungsrat veranlasst gesehen, den grössten Teil der Eintragungsgesuche von AKP abzulehnen.
Wie seitens der AKP immer wieder betont worden sei, sei auch diese eine Lösung im Interesse der erfolgreichen langfristigen Ausrichtung des ZO angestrebt worden.
Stärkung der Zürcher Land- und Regionalpresse
Im Interesse eines stabilen und zuverlässigen Aktionariats, welches die Fortführung der Zürcher Oberland Medien AG im Sinne ihrer Zweckbestimmung -- Herausgabe der Zeitung Der Zürcher Oberländer als ein Organ mit freisinnig-demokratischer Grundhaltung -- gewährleistet, habe der ZO-Verwaltungsrat aktiv verschiedene Lösungen zur Platzierung des AKP-Pakets evaluiert.
Er sei dabei zur Überzeugung gekommen, dass eine Partnerschaft mit der FPH, als Presseunternehmung der NZZ-Gruppe mit gleicher Grundhaltung, die besten Voraussetzungen für eine unabhängige Fortführung der bisherigen Strategie schafft. Diese Strategie sei auch von AKP unterstützt worden.
FPH sei ihrerseits interessiert, dass der ZO als unabhängige Regionalzeitung im Raum Zürcher Oberland erhalten bleibe. Zudem würden es beide Partner als wichtig erachten, dass die bewährte Kooperation zwischen den Zürcher Landzeitungen noch vertieft werden. Die Zürcher Oberland Medien AG und die Freie Presse Holding AG seien überzeugt, dass mit diesem Schritt die Unabhängigkeit der Zürcher Land- und Regionalpresse nachhaltig gestärkt wird.
Gesunde wirtschaftliche Basis der ZO-Gruppe
Unabhängig von den Veränderungen im Aktionariat habe die ZO-Gruppe (Zürcher Oberland Medien AG und Anzeiger von Uster AG) das vergangene Jahr mit einem gegenüber dem Vorjahr um rund 40 Prozent gesteigerten Betriebsergebnis positiv abgeschlossen.
Auch für 2005, das im Zeichen zahlreicher Neuerungen stehe, werde mit einem operativen Ergebnis im gleichen Ausmass wie im Jahr 2004 gerechnet. Damit weise das Unternehmen weiterhin eine gesunde Entwicklung auf.