38 Journalisten erhalten ein Diplom

MAZ - An der Feier sind erstmals Diplome für Studierende der Vertiefungsrichtung Online verliehen worden.

Kraftvolle Appelle, für relevanten Journalismus zu kämpfen, und erstmals Diplome für Studierende der Vertiefungsrichtung Online – den 38 Absolventinnen und Absolventen des Diplomstudiengang Journalismus bot sich am Donnerstag an der Diplomfeier im Luzerner Kleintheater ein abwechslungsreiches Programm, wie es in einer Mitteilung heisst.

«Ohne Journalismus keine Demokratie. Stirbt der Journalismus, dann stirbt auch das freie Wort», sagte Nadja Schnetzler, Collaboration Coach bei «Project R», auf die Frage von Studienleiter Dominique Strebel «Was macht Journalismus gerade jetzt besonders spannend?» In ihren Antworten appellierte sie an die jungen Journalisten, ihre Aufgabe als vierte Gewalt wahr zu nehmen – nämlich «Kritik an der Macht zu üben. Sonst ist Journalismus nur noch Entertainment.»

Patrik Müller, Chefredaktor der AZ und der «Schweiz am Wochenende», ist überzeugt: «Journalismus ist sinnhafter denn je. Das verdanken wir auch Donald Trump und all den Diskussionen drum herum. Denn die Leute spüren: Es ist eben ein Unterschied, als Journalist zu arbeiten oder einfach etwas in die Welt hinaus zu posaunen.» Journalismus habe Zukunft, und dafür garantierten, so Müller, gerade auch die jungen Journalistinnen und Journalisten am Anfang ihrer Karriere.

Die Diplome gingen in diesem Jahr erstmals auch an fünf Studierende der Vertiefungsrichtung Online – eine Premiere am MAZ. Wie haben diese Absolventen das neue Modell erlebt? Auch wenn Manches zu Beginn erst einmal unklar gewesen sei, «bin ich froh um die Entwicklung, die ich durchgemacht habe», wird Martin Burkhalter, BZ, zitiert. Und Lina Giusto, AZ: «Es war manchmal wie ein Beruf nebenbei. Denn Vieles, was ich am MAZ gelernt habe, konnte ich auf der Redaktion so nicht gleich umsetzen».

Die Diplomausbildung Journalismus abgeschlossen haben (in Klammern die Redaktionen des Volontariats):

Christoph Albrecht (BZ), Sven Altermatt (AZ), Alexandra Aregger (Radio Sunshine), Raya Badraun («St. Galler Tagblatt»), Livio Brandenberg («Luzerner Zeitung»), Martin Burkhalter (BZ), Fabia Caduff (RTR), Cathrin Caprez (diverse Medien), Livio Chistell (RTR), Yaël Debelle («Beobachter»), Fabienne Eichelberger («Schweizer Familie»), Fiona Endres («SonntagsZeitung»), Gion Gieri Flepp (RTR), Severin Furter («Volksstimme»), Lina Giusto (AZ), Matthias Gräub («Tierwelt»), Raphael Gutzwiller («Luzerner Zeitung»), Raoul Hüppi (Radio Top), Kristina Ivancic («Südostschweiz»), Anne-Sophie Keller («Migros Magazin»), Caroline Kienberger (diverse Medien), Vanessa Kobelt (Radio L), Noemi Landolt (AZ), Salome Müller («Tages-Anzeiger»), Evelyne Murer (Tele1), Onur Ogul (diverse Medien), Deborah Onnis (AZ), Flavio Razzino («Toggenburger Zeitung»/«See & Gaster Zeitung»), Esthy Rüdiger («Bieler Tagblatt»), Simon Schär (Radio neo 1), Patrice Siegrist («Tages-Anzeiger»), Carmen Stalder («Bieler Tagblatt»), Janne Strebel (Radio 24), Lisa Stutzt («Wohler Anzeiger»), Andrea Tedeschi (diverse Medien), Jennifer Vollstuber (Radio Munot), Fabio Vonarburg (AZ), Flavio Zwahlen («Wochenspiegel»). (pd/cbe)