56 Radio- und TV-Sender erhalten Nothilfe-Geld

Nothilfe wegen Corona - Der Bund greift den Schweizer Radios und TV-Sendern in der Coronakrise unter die Arme. Die Auflistung aller Begünstigten zeigt: Fast 7 Millionen Franken gehen zu CH Media, rund 1,5 Millionen an die Energy-Gruppe.

von Edith Hollenstein

Letzte Woche hatte der Bundesrat Details zum Corona-Notpaket öffentlich gemacht (persoenlich.com berichtete). Neben den 12,5 Millionen Franken für indirekte Presseförderung und 5 Millionen Franken für grössere Tages- und Wochenzeitungen geht der grösste Anteil, nämlich 30 Millionen Franken, an private Radio- und TV-Stationen.

Diese Radio-Sender erhalten einmalig folgenden Betrag an Nothilfe-Geld:



Und bei den TV-Sendern:


Die Sender der CH-Media erhalten demnach in der Summe 6,94 Millionen Franken. Das Jointventure von NZZ und AZ Medien besitzt fünf Radio- und fünf TV-Sender, die vom Bakom begünstigt werden.

Die Energy-Gruppe mit ihren drei Radios kommt in der Summe auf 1,46 Millionen Franken.

Alle Radio- und TV-Stationen müssen zudem sechs Monate lang die Rechnungen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nicht zahlen, denn der Bund übernimmt diese Kosten. Auch Onlinemedien können in dieser Zeit die Leistungen von Keystone-SDA gratis beziehen. Der Bund wird dies im Rahmen des Notpakets mit 10 Millionen Franken an Keystone-SDA entschädigen.



Die Angaben in den Tabellen oben stammen aus dem Anhang der vom Bakom letzte Woche verschickten Medienmitteilung.