Jede Woche sterben drei Journalisten. Dies ist die düstere Bilanz der Nichtregierungsorganisation Press Emblem Campaign (PEC) für das erste Halbjahr 2016. Das sind seit Januar bereits 74 getötete Medienschaffende – Tendenz steigend. «Die Zahl der ungelösten Konflikte liegt an der Wurzel für diesen hohen Blutzoll, den die Journalisten für die Information der Öffentlichkeit entrichten müssen», wird PEC-Generalsekretär Blaise Lempen im Communiqué zitiert. Trotz bisheriger Anstrengungen könne mehr gemacht werden, damit die Täter nicht straffrei davonkämen.
Die Nichtregierungsorganisation stellt fest, dass die Zahl der getöteten Journalisten seit 2013 ständig gestiegen ist. Seit Anfang Jahr starben alleine in Afghanistan zehn Medienschaffende. Gefährlich ist das Leben für Journalisten aber auch in Syrien mit neun Opfern und Mexiko mit acht Opfern, gefolgt von Jemen und dem Irak mit je sieben Toten. Zwei Drittel der Opfer wurden gezielt wegen ihrer Arbeit ins Visier genommen, die übrigen starben bei Zusammenstössen.(sda)