08.05.2007

Studie

90 Prozent der US-Babies sitzen vor der Glotze

Deutschland: Jedes fünfte Elternpaar setzt Kleinkinder vor Bildschirm.

Rund 90 Prozent der Kinder unter zwei Jahren sowie 40 Prozent der Kleinkinder unter drei Monaten sehen regelmässig fern, DVDs oder Videos an, wie eine aktuelle Untersuchung der University of Washington ergeben hat. "Wir können aus der Studie nicht schließen, ob das gut oder schlecht ist ", so Frederick Zimmermann, dessen Studie im Fachmagazin "Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine" erschien. Eine ältere Studie kommt zu dem Ergebnis, dass zu viel Fernsehen zu Lernschwäche und Konzentrationsschwierigkeiten führen kann.

Richtiges Fernsehen in jungem Alter kann aber auch positive Auswirkungen auf die Entwicklung haben, wie Maya Götz, Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI), im pressetext-Interview betont. Es gibt Studien, die zeigen, dass die Sesamstrasse später Vorteile für die Schulleistung bringt", nennt Götz ein Beispiel. Die Wahrnehmung des Fernsehers beginne schon in der pränatalen Phase. "Das Kind im Bauch der Frau, die regelmässig eine TV-Soap ansieht, kann sich nach der Geburt an die Melodie erinnern, wie Studien gezeigt haben", so Götz.


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